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	<title>Moderationstraining Archive - MODERATIO</title>
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	<description>Moderation und Moderationstraining</description>
	<lastBuildDate>Wed, 29 Apr 2026 18:18:55 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>MODERATIO: Ein Kurzportrait</title>
		<link>https://moderation.com/kurzportrait/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 22:01:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Facilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Facilitator Training]]></category>
		<category><![CDATA[MODERATIO]]></category>
		<category><![CDATA[Moderation]]></category>
		<category><![CDATA[Moderationstraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was sind die Faktoren, die MODERATIO zu einem führenden Anbieter für Moderation und Facilitation gemacht haben? . 1.  Frühe Spezialisierung und Pionierarbeit MODERATIO wurde bereits 1987 gegründet und hat sich frühzeitig auf die professionelle Moderation / Facilitation von Meetings, Workshops, Großgruppenveranstaltungen und Change-Prozessen spezialisiert. Damit war MODERATIO einer der ersten Anbieter, der Moderation als eigenständige [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4><span style="color: #000000;">Was sind die Faktoren, die MODERATIO zu einem führenden Anbieter für Moderation und Facilitation gemacht haben?</span></h4>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">1.  Frühe Spezialisierung und Pionierarbeit</span></p>
<p><span style="color: #333333;">MODERATIO wurde bereits 1987 gegründet und hat sich frühzeitig auf die professionelle Moderation / Facilitation von Meetings, Workshops, Großgruppenveranstaltungen und Change-Prozessen spezialisiert. Damit war MODERATIO einer der ersten Anbieter, der Moderation als eigenständige Dienstleistung und Profession im Business-Kontext etablierte.</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">2. Entwicklung und Verbreitung eigener Methoden</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Mit der SixSteps® Moderationsmethode für Moderation / Facilitation hat MODERATIO einen strukturierten, praxisbewährten Ansatz geschaffen, der heute als Standard für die professionelle Leitung von Gruppenprozessen gilt. Diese Methode ermöglicht es, Themen zielgerichtet, effizient und partizipativ zu bearbeiten und ist zentraler Bestandteil der Trainings und Ausbildungen.</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">3. Breites, modulares Ausbildungsangebot</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die MODERATIO AKADEMIE bietet ein umfassendes, mehrstufiges Ausbildungsprogramm – von Kompakttrainings bis hin zum SixSteps Facilitator, dem MODERATIO® CERTIFIED PROFESSIONAL (MCP). Die Ausbildungen sind modular aufgebaut, praxisnah und sowohl für Einsteiger als auch für Profis geeignet. Es gibt spezielle Programme für Businessmoderation und Facilitation, Konfliktklärung und Großgruppenmoderation, sowohl in Präsenz als auch online.</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">4. Praxisorientiertes, erfahrenes Team</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Das Team von MODERATIO besteht aus praxiserfahrenen Moderatoren / Facilitator und Beratern, die Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und öffentliche Auftraggeber seit Jahrzehnten erfolgreich begleiten. Die langjährige Erfahrung und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Methoden sichern einen hohen Qualitätsstandard.</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">5. Ganzheitliche Beratung und Begleitung</span></p>
<p><span style="color: #333333;">MODERATIO bietet nicht nur Moderationstrainings und Facilitatortrainings, sondern begleitet Unternehmen umfassend bei Organisationsentwicklung, Change Management, Teamentwicklung und Konfliktklärung. Die Dienstleistungen sind individuell anpassbar und reichen von punktueller Moderation bis zur langfristigen Prozessbegleitung.</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">6. Professionalisierung des Berufsbilds</span></p>
<p><span style="color: #333333;">MODERATIO hat die Rolle des Moderators im Businessbereich als eigenständigen Beruf etabliert und die Ausbildung dafür maßgeblich geprägt. Das Unternehmen setzt sich dafür ein, Moderation / Facilitation als Schlüsselkompetenz für Führungskräfte, Projektleiter und Berater zu verankern.</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Fazit:</span></p>
<p><span style="color: #333333;">MODERATIO wurde durch frühe Pionierarbeit, methodische Innovation (SixSteps®), ein differenziertes, praxisnahes Ausbildungsangebot, ein erfahrenes Team und die konsequente Professionalisierung des Berufsbilds zum führenden Anbieter für Moderation und Facilitation im deutschsprachigen Raum.</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<hr />
<p><span style="font-size: medium;">Text: Dieser Text wurde von einer KI zusammengestellt.</span><br />
<span style="font-size: medium;">Bild: pixabay.com / Pexels</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gendern sie noch oder schreiben sie schon lesbar?</title>
		<link>https://moderation.com/gendern-sie-noch-oder-schreiben-sie-schon-lesbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 01:02:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Moderationstraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Paul Watzlawick war nicht nur ein hervorragender Kommunikationswissenschaftler, sondern, wie ich im persönlichen Kontakt mit ihm mehrfach erleben durfte, auch ein sehr humorvoller, witziger „Typ“. Wieso ich das erzähle? Naja, wenn ich einen Text erarbeite und mir überlege, dass manche Leser und Leserinnen sich inklusive Sprache wünschen, andere aber die traditionelle Form bevorzugen, fällt mir [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Paul Watzlawick war nicht nur ein hervorragender Kommunikationswissenschaftler, sondern, wie ich im persönlichen Kontakt mit ihm mehrfach erleben durfte, auch ein sehr humorvoller, witziger „Typ“. Wieso ich das erzähle? Naja, wenn ich einen Text erarbeite und mir überlege, dass manche Leser und Leserinnen sich inklusive Sprache wünschen, andere aber die traditionelle Form bevorzugen, fällt mir seine Geschichte mit den zwei Hemden ein. Eine humorvolle Illustration des Phänomens der Doppelbindung (Double bind). Im Volksmund gibt es dafür den Spruch: „Wie man es macht, macht man es verkehrt.“</p>
<p>Langer Einleitung kurzer Schluss: Ich habe mich aus folgenden &#8222;3 guten Gründen&#8220; für meine Texte, für die traditionelle Form entschieden:</p>
<ol>
<li>Die offizielle Sicht</li>
<li>Verwechslung von Genus und Sexus</li>
<li>Double bind</li>
</ol>
<p>Hier kurz im einzelnen:</p>
<h2><span style="color: #e34646;">1. Die offizielle Sicht</span></h2>
<p>Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat im Kontext der Neufassung des Regelwerks auch über das Thema „geschlechtergerechte Schreibung“ beraten und seine Auffassung bekräftigt, dass man alle Menschen mit geschlechtergerechter Sprache ansprechen soll. Dies sei eine gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Aufgabe, die nicht mit orthografischen Regeln und Änderungen der Rechtschreibung gelöst werden könne. Vor diesem Hintergrund betont der Rat für deutsche Rechtschreibung, dass Sonderzeichen im Wortinneren wie Asterisk („Gender-Stern“), Unterstrich („Gender-Gap“), Doppelpunkt oder andere, die die Kennzeichnung aller Geschlechtsidentitäten vermitteln sollen, nicht zum Kernbestand der deutschen Orthografie gehören und nicht in das Amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung aufgenommen werden können. Sie seien derzeit nicht wissenschaftlich eindeutig zu begründen. <sup>1</sup></p>
<h2><span style="color: #e34646;">2. Verwechslung von Genus und Sexus</span></h2>
<p>Die Verwechslung von Genus und Sexus beschreibt das häufige Missverständnis zwischen zwei unterschiedlichen Konzepten des Geschlechts:</p>
<p>► <strong>Genus</strong> ist eine grammatische Kategorie und bezeichnet das grammatische Geschlecht von Nomen (z.B. Maskulinum, Femininum, Neutrum im Deutschen). Es ist eine sprachliche Formklasse, die nicht notwendigerweise mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmt.</p>
<p>► <strong>Sexus</strong> bezeichnet das biologische, physische Geschlecht einer Person oder eines Lebewesens (männlich, weiblich, gelegentlich auch Intersexualität).</p>
<p>Eine Verwechslung liegt vor, wenn man davon ausgeht, dass das grammatische Genus auch das physische (biologische) Geschlecht abbildet oder bestimmt. Das ist linguistisch falsch, denn das Genus ist unabhängig vom Sexus. Beispielsweise ist das Wort „Mädchen“ (ein weiblicher Mensch) grammatisch Neutrum, was keine Aussage über das biologische Geschlecht macht, sondern eine sprachliche Klassifikation ist.</p>
<p>Die Verwechslung ist besonders in der feministischen Linguistik oder in Sprachdebatten relevant, da oft angenommen wird, das Maskulinum sei männlich im biologischen Sinne, und dadurch sprachliche Diskriminierungen abgeleitet oder kritisiert werden. Linguistisch korrekt ist jedoch, dass das Genus eine abstrakte sprachliche Kategorie ist und nicht das reale biologische Geschlecht abbildet.</p>
<p>Außerdem zeigen Studien, dass Genus und Sexus nicht immer übereinstimmen und dass es gesellschaftlich und sprachlich auch Abweichungen oder bewusste Verstöße gegen Rollenbilder geben kann, z.B., wenn männliche Personen mit femininem Genus bezeichnet werden, um abwertend zu kennzeichnen, oder umgekehrt. <sup>2</sup></p>
<h2><span style="color: #e34646;">3. Double Bind</span></h2>
<p>„Double bind“ meint doppeldeutige Botschaften. Der Empfänger einer doppeldeutigen Botschaft steht vor dem Dilemma, dass er nicht weiß, wie er sich verhalten soll, weil er nicht beide Botschaften gleichzeitig befolgen oder für wahr halten kann und ihm unklar ist, welche der Botschaften er beachten soll.</p>
<p>Paul Watzlawick erklärt dieses Dilemma recht anschaulich mit dieser kleinen Geschichte: Eine Frau schenkt ihrem Mann zwei Hemden. Der Mann möchte seine Dankbarkeit ausdrücken und zieht gleich eines der beiden Hemden an. Freudestrahlend begibt er sich zu seiner Frau, die ihn mit den Worten „Und das andere Hemd gefällt dir nicht?“ empfängt. Die Moral von der Geschicht’ lautet:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<blockquote><p>Tu was Du willst, aber enttäusch mich nicht.</p></blockquote>
<p>Am Rande: Das Buch „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ von Paul Watzlawick (1976) enthält die theoretischen Grundlagen zur Doppelbindung und deren Bedeutung in der Kommunikation, auch wenn die konkrete „Hemden-Geschichte“ dort nicht wortwörtlich als ausführliche Parabel steht.</p>
<h2><span style="color: #e34646;">Zudem…</span></h2>
<p>Schreibt man einen Text in der traditionellen Form, kann man dafür „gute Gründe“ anführen. Der für mich wichtigste Grund aber ist, dass der Text leichter zu schreiben und leichter zu lesen ist. Er kommt nicht so „sperrig“ daher, er ist einfach einfacher. Und hier halte ich es gerne mit Albert Einstein, der gesagt haben soll: „Man soll die Dinge so einfach wie möglich machen aber nicht einfacher.“.</p>
<p>Ich wünsche mir sehr, dass meine Texte auch für diejenigen leicht lesbar, attraktiv und hilfreich sind, die sich für eine alternative Schreib- und Lesevariante entschieden hätten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-11315" src="https://moderation.com/wp-content/uploads/2025/12/iStock-655513620-289x300.jpg" alt="" width="351" height="364" srcset="https://moderation.com/wp-content/uploads/2025/12/iStock-655513620-289x300.jpg 289w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2025/12/iStock-655513620-991x1030.jpg 991w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2025/12/iStock-655513620-768x798.jpg 768w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2025/12/iStock-655513620-1477x1536.jpg 1477w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2025/12/iStock-655513620-36x36.jpg 36w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2025/12/iStock-655513620-1443x1500.jpg 1443w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2025/12/iStock-655513620-678x705.jpg 678w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2025/12/iStock-655513620-450x468.jpg 450w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2025/12/iStock-655513620-600x624.jpg 600w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2025/12/iStock-655513620.jpg 1539w" sizes="(max-width: 351px) 100vw, 351px" /></p>
<p style="text-align: center;"><em>Wussten sie, dass es Zwerg:innen gar nicht gibt?</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Herzlichst,<br />
Ihr/Euer/Dein,</p>
<p><em>Josef W. Seifert</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p>1. Kultusminister Konferenz; Anpassung des Amtlichen Regelwerks für deutsche Rechtschreibung: <a href="https://www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/anpassung-des-amtlichen-regelwerks-fuer-deutsche-rechtschreibung.html">https://www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/anpassung-des-amtlichen-regelwerks-fuer-deutsche-rechtschreibung.html</a></p>
<p>2. Die ausführliche Fassung findet sich beim “Leibnitz-Institut für deutsche Sprache“ unter: <a href="https://grammis.ids-mannheim.de/systematische-grammatik/2276">https://grammis.ids-mannheim.de/systematische-grammatik/2276</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>KI Moderation: Eine illusorische Utopie?</title>
		<link>https://moderation.com/der-ki-moderator/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2025 00:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Moderationstraining]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://moderation.com/?p=10073</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gedankensplitter von Josef W. Seifert – Darüber, dass KI kein bloßer Hype, sondern ein tiefgreifender technologischer Wandel ist, dürfte Einigkeit bestehen. Darüber, dass dies einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel mit sich bringen wird, auch. Es fallen Tätigkeitsbereiche für Menschen weg. Ganze Berufe werden verschwinden. Für Moderation stellt sich die Frage, wie sich der Beruf des Moderators [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gedankensplitter von Josef W. Seifert –</em></p>
<p>Darüber, dass KI kein bloßer Hype, sondern ein tiefgreifender technologischer Wandel ist, dürfte Einigkeit bestehen. Darüber, dass dies einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel mit sich bringen wird, auch. Es fallen Tätigkeitsbereiche für Menschen weg. Ganze Berufe werden verschwinden. Für Moderation stellt sich die Frage, wie sich der Beruf des Moderators oder Facilitators verändern wird.</p>
<p>Was mit KI oder Künstliche Intelligenz bezeichnet wird, ist zwar nichts weiter als &#8222;Rechnerleistung pur&#8220; und bedeutet, dass abhängig von den eingegebenen Daten und deren Qualität, Daten in Millisekunden, in gewünschter Form kombiniert und zur Verfügung gestellt werden können, dass man den Eindruck bekommen kann, dass der Computer &#8222;intelligent&#8220; sei. Alle Tätigkeiten, die festen Regeln unterliegen, die man &#8222;nur&#8220; zu kennen braucht, kann KI schneller und oft auch besser. Der elektronische Verkaufsberater, Steuerberater, Rechtsanwalt&#8230; sind längt keine Utopie mehr.</p>
<h3><span style="color: #ff0000;">Was KI (schon) kann</span></h3>
<p>Was TV- und Veranstaltungs-Moderation angeht, so kann KI bereits virtuelle Moderatoren, wie etwa &#8222;<a href="https://reportage.wdr.de/wie-mithilfe-von-kuenstlicher-intelligenz-ein-virtueller-moderator-entsteht#chapter-503">Tony</a>&#8220; erstellen, die Texte präsentieren, in Sprache umwandeln und visuelle Darstellungen generieren. Diese virtuellen Moderatoren können für Online-Veranstaltungen genutzt werden. Sie können sogar direkt mit dem Publikum interagieren.</p>
<p>Auch in der Businessmoderation wird KI bereits genutzt. Sie bietet vielfältige Möglichkeiten zur Unterstützung bei Online-Treffen sowie Präsenz-Meetings und Workshops und dies in allen drei Prozessphasen: Planung, Durchführung und Nachbereitung, dazu gehören:</p>
<p><strong>Planung und Vorbereitung</strong></p>
<ul>
<li>Auswertung von Zahlen, Daten, Fakten</li>
<li>Auswertung von Vorab-Interviews</li>
<li>Aufbereitung von Informationsmaterial</li>
<li>Erstellung von Präsentationen</li>
<li>Skizzieren von Visual Guides</li>
</ul>
<p><strong>Durchführung</strong></p>
<ul>
<li><span style="color: #000000;">Visualisierung</span></li>
<li>Einstiegsabfragen</li>
<li><span style="color: #000000;">Unterstützung bei der Themensammlung</span></li>
<li><span style="color: #000000;">Thematische Zuordnung von Nennungen</span></li>
<li>Bewertung und Priorisierung von Themen</li>
<li><span style="color: #000000;">Bearbeitungsmethoden: Analyse, Kreativität&#8230;</span></li>
<li>Maßnahmenplanung</li>
<li>Abschlussabfragen</li>
</ul>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Nachbereitung</strong></span></p>
<ul>
<li><span style="color: #000000;">Analyse und Strukturierung von Ergebnissen</span></li>
<li><span style="color: #000000;">Erstellung von Zusammenfassungen, Protokollen und Berichten</span></li>
</ul>
<h3><span style="color: #ff0000;">Was KI (noch) nicht kann</span></h3>
<p>Der aktuelle Stand der KI-Forschung ergibt, dass moderne KI-Systeme beeindruckende Fortschritte etwa hinsichtlich Sprachverarbeitung und Bilderkennung sowie Visualisierung gemacht haben, es gibt jedoch klare Grenzen. Grundsätzlich muss d<span style="color: #000000;">ie Akzeptanz der Einbindung von KI-Systemen, durch die Teilnehmer sichergestellt sein. </span><span style="color: #000000;">Datenschutz und der verantwortungsvolle Umgang mit Teilnehmerinformationen müssen gewährleistet sein. Auf dieser Basis </span><span style="color: #000000;">kann d</span>er geübte Einsatz von KI-Tools die Moderation bereichern, die Moderatoren punktuell entlasten, die Ergebnisse verbessern. Dabei darf nicht aus dem Blick geraten, dass KI lediglich ein IT-Tool ist.</p>
<ul>
<li><span style="color: #000000;">KI kann den Sinn und Zweck einer Moderation nicht definieren.</span></li>
<li><span style="color: #000000;">KI kann nicht eigenständig Ziele klären.</span></li>
<li><span style="color: #000000;">KI kann Daten analysieren, aber sie besitzt kein eigenes Verständnis davon.</span></li>
<li><span style="color: #000000;">KI kann Entscheidungsprozesse unterstützen, ihre Schlussfolgerungen beruhen jedoch auf Algorithmen, nicht auf intuitivem Denken.</span></li>
<li><span style="color: #000000;">KI kann (Lern-)prozesse optimieren, dies aber nur im Rahmen der eingegebenen Daten und deren Qualität.</span></li>
<li><span style="color: #000000;">KI hat weder Intuition noch Empathie.</span></li>
</ul>
<p><span style="color: #000000;">Insgesamt zeigt sich, dass KI ein vielversprechendes Werkzeug zur Unterstützung der SixSteps-Workshop-Moderation ist, das die menschliche Expertise ergänzt, aber nicht vollständig ersetzt.</span></p>
<h3><span style="color: #ff0000;">Heute ist nicht alle Tage&#8230;</span></h3>
<p>Denkt man nun an die Kombinationsmöglichkeiten von KI und Robotik (neben den bekannten Unternehmen, wie Boston Dynamics oder Brett Adcock Figure oder Tesla, gibt es noch andere, von denen man bisher kaum gehört hat. Aus China kommt Unitree Robotics, auch Honda (Japan) ist vorne dabei), sowie Holographie (<a href="https://t3n.de/news/zukunft-ki-hologram-halogram-realitaet-1576348/">MixedReality</a>, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=eqFqtAJMtYE">Microsoft HoloLens</a> &#8230;), entstehen beeindruckende Artefakte. Künstliche Menschen, auf die Madame Tussauds vermutlich neidisch wäre. Diese &#8222;künstlichen Menschen&#8220; sind dann optisch, realen Menschen zum verwechseln  ähnlich. Sie könn(t)en als Dummies oder Doubles nicht nur Online mit Menschen interagieren, sondern auch in realen Treffen. Was die Moderation von Meetings, Workshops und Großgruppen angeht, ist ein KI-Moderator also eine durchaus reale Utopie.</p>
<h3><span style="color: #ff0000;">Fazit</span></h3>
<p>Schließt man sich dem Physiker und Informatiker Emerson Pugh an, der sagt: „Wenn unser Gehirn so simpel wäre, dass wir es verstehen könnten, wären wir so simpel, dass wir es nicht könnten.“, ist die Vorstellung, dass KI jemals den Moderator ganz ersetzen kann, naiv. Der Co-Facilitator hingegen klopft schon an die Tür. KI kann heute bereits prozessbegleitend mitschreiben und morgen auch (mit)visualisieren. KI kann inhaltlich „mitdenken“ und unterstützen. KI bietet schon heute leistungsfähige Tools, die es für Online-Konferenzen, Workshops und Großgruppen zu nutzen gilt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<hr />
<p>PS: Eine Anmerkung zum <a href="https://moderation.com/gendersprache/">Gendern</a> von Gerald Ehegartner</p>
<p>Bild <a href="https://pixabay.com/users/geralt-9301/" target="_blank" rel="noopener">pixabay / geralt</a></p>
<p>© MODERATIO 2025</p>
<p class="my-0">
<p>Der Beitrag <a href="https://moderation.com/der-ki-moderator/">KI Moderation: Eine illusorische Utopie?</a> erschien zuerst auf <a href="https://moderation.com">MODERATIO</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was, wenn der Weg gar nicht das Ziel ist?</title>
		<link>https://moderation.com/meetings-was-wenn-der-weg-gar-nicht-das-ziel-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2024 00:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Moderationstraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Josef W. Seifert – Mit einem Meeting ist es, wie mit einer Straße. Wer den Auftrag hat, eine Straße zu bauen, sollte wissen, wohin&#8230; Anders ausgedrückt, wenn man für ein Meeting keine klare Zielsetzung hat, ist die zielgerichtete Moderation des Meetings schlicht nicht möglich. Um im Bild zu bleiben, könnte man sagen: &#8222;Straße&#8220; ist [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>von Josef W. Seifert –</p>
<p>Mit einem Meeting ist es, wie mit einer Straße. Wer den Auftrag hat, eine Straße zu bauen, sollte wissen, wohin&#8230; Anders ausgedrückt, wenn man für ein Meeting keine klare Zielsetzung hat, ist die zielgerichtete Moderation des Meetings schlicht nicht möglich. Um im Bild zu bleiben, könnte man sagen: &#8222;Straße&#8220; ist kein Ziel, sondern ein Thema. Auch &#8222;Straße bauen&#8220; ist kein Ziel, sondern das Vorhaben. Ein Ziel ist, was man am Ende hat, beziehungsweise haben möchte. Hier also &#8222;die gebaute Straße von A nach B&#8220;. Man könnte in diesem Fall – in Anlehnung an den chinesischen Philosophen Konfuzius – sagen: Der Weg ist das Ziel!</p>
<p style="line-height: 0.8; text-align: left;"><em><span style="font-size: 14px; color: #808080;">Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit wird in diesem Text das generische Maskulinum verwendet. Die verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich – sofern nicht anders kenntlich gemacht – auf alle Geschlechter.</span></em></p>
<hr />
<blockquote><p>Wer den Auftrag hat, eine Straße zu bauen, sollte wissen, wohin&#8230;</p></blockquote>
<p>Was Meetings angeht, so braucht jedes Meeting ein konkretes Ziel und jeder Tagesordnungspunkt ebenso. Auch Redebeiträge können mit der Frage nach dem jeweiligen Ziel, das damit erreicht werden soll, in den Kommunikationsprozess eingeordnet werden.</p>
<p><strong>Meeting</strong>: Ein Meeting hat, wie bereits skizziert, ein (messbares) Ziel. Die Arbeitsfrage lautet: Was haben wir, am Ende des Meetings? Einige Beispiele:</p>
<ul>
<li>Wir haben uns zum aktuellen Stand unserer Arbeitspakete ausgetauscht. Jeder hat alle aktuellen Informationen.</li>
<li>Wir haben uns für einen Anbieter entschieden, mit dem wir die neue Datenbank realisieren werden.</li>
<li>Wir wissen, wie wir uns dem Thema KI nähern werden. Erste Schritte sind geplant.</li>
<li>Wir haben einen Überblick, über die Programm-Planung für das neue Jahr.</li>
<li>Wir haben alle Themen der jeweiligen Zielsetzung gemäß abgeschlossen.</li>
</ul>
<p><strong>Tagesordnungspunkt (TOP)</strong>: Jedes Thema, das zur Besprechung eingebracht wird, braucht – auf einer, dem Gesamtziel untergeordneten Ebene – ebenfalls ein Ziel. Einige Beispiele:</p>
<ul>
<li>Ich kenne als Inhaber der Rolle &#8230;, Eure Meinung zur anstehenden Entscheidung.</li>
<li>Ich habe Euch über den aktuellen Stand zu &#8230; informiert. Es sind keine Fragen offen geblieben.</li>
<li>Wir haben entschieden, ob wir auf der nächsten Fachmesse einen Stand haben werden.</li>
</ul>
<p><strong>Redebeitrag</strong>: Ist ein Redebeitrag nicht unmissverständlich &#8222;zum Thema&#8220; oder ist nicht erkennbar, was der Sprecher damit bezweckt, muss das Ziel geklärt werden. Ein Beispiel:</p>
<ul>
<li>Ich kann das grad nicht einordnen. Wieso sagst Du das jetzt? Was konkret möchtest Du klären?</li>
</ul>
<p>Sowohl das Gesamtziel als auch die einzelnen TOP-Ziele müssen vorab, spätestens aber zu Beginn des Meetings, definiert werden. Werden die – innerhalb der Gesamtzielsetzung – zu bearbeitenden Themen, erst im Meeting gesammelt, muss nach dem Sammeln, entweder vor der Priorisierung der Themen, spätestens aber vor Bearbeitung des jeweiligen Themas das Ziel benannt oder definiert werden.</p>
<p>Ein Abgleiten in Exkurse, ein schleichender Themenwechsel, Selbstdarstellung und Scheindiskussionen, können so sehr gut &#8222;eingefangen&#8220; werden.</p>
<p><strong>By the way:</strong> Wenn es für eine sinnvolle Bearbeitung eines Tagesordnungspunktes notwendig ist, dass die Teilnehmer &#8222;im Thema&#8220; sind, kann es erforderlich sein, vorab Informationen zu verteilen. Dabei ist es allerdings meist so, dass nicht alle Anwesenden dieses Material durcharbeiten konnten. Es kann also sinnvoll sein, eine &#8222;Infopause&#8220; einzuplanen, in der die Teilnehmer sich (vielleicht in Zweiergruppen) zum jeweiligen Thema &#8222;schlau machen&#8220; können.</p>
<p><strong>Fazit: </strong>Das konsequente Arbeiten mit Zielen, strafft ein Meeting und erhöht den Nutzen immens. Zudem ermöglichen Ziele am Ende des Meetings einen kurzen Check, ob der jeweilige Weg auch zum intendierten Ziel geführt hat.</p>
<p><a href="https://moderation.com/josef-w-seifert/">jws</a></p>
<hr />
<p>Das Buch zum Thema: <a href="https://www.amazon.de/Besprechungen-erfolgreich-moderieren-Kommunikationstechniken-Teilnehmer/dp/3869366397/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=37HMX1Z9M302L&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.Nj2n3We4Qj4u16MXsy8xWSv5uy7KGU_Z4AS49pGnOwyCUYPY-YPL1yFn4KMV9TS5uT8qtG4jT_Ox9PqVCv5Ypxr8o9VWZ_tE8cY1aNz9X5FciWRtzqBe_G3D-Vn2dDpoIXudeX22K5KPwVho_A7_Am42tm-CPNko7PnOvoon1q1Bg0MCYNWczjsepu3z_PCUJi3ELLidyDke6nG4_XTPE0kLGYRpSIUUPDm52ozrbWU.EbQ7v5_nSbpqSBCM1HzS26R30Cv4JC7FsP8SPzrKxK4&amp;dib_tag=se&amp;keywords=besprechungen+erfolgreich+moderieren&amp;qid=1729362757&amp;sprefix=besprechungen+erfolgreich+moderieren%2Caps%2C107&amp;sr=8-1">Besprechungen erfolgreich moderieren</a></p>
<p>Mehr unter: <a href="http://facilitation.com">www.facilitation.com</a></p>
<p>© MODERATIO 2025</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://moderation.com/meetings-was-wenn-der-weg-gar-nicht-das-ziel-ist/">Was, wenn der Weg gar nicht das Ziel ist?</a> erschien zuerst auf <a href="https://moderation.com">MODERATIO</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Don&#8217;t Worry, Be Happy !?</title>
		<link>https://moderation.com/dont-worry-be-happy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2024 06:11:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Moderationstraining]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://moderation.com/?p=9542</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gedankensplitter zum Jahreswechsel, von Josef W. Seifert – Bobby McFerrin macht mir mit seinem Song „Don&#8217;t Worry, Be Happy“, auch und gerade in schwierigen Zeiten, immer wieder gute Laune, vielleicht auch etwas Zuversicht oder gar Hoffnung. Er vertreibt jeden Anflug von Traurigkeit, die keinen Platz hat, haben soll, haben darf. Man hat schließlich fröhlich zu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div role="heading" data-attrid="subtitle" aria-level="3">
<p>Gedankensplitter zum Jahreswechsel, von Josef W. Seifert –</p>
</div>
<div class="page" title="Page 1">
<p class="p1">Bobby McFerrin macht mir mit seinem Song „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=d-diB65scQU">Don&#8217;t Worry, Be Happy</a>“, auch und gerade in schwierigen Zeiten, immer wieder gute Laune, vielleicht auch etwas Zuversicht oder gar Hoffnung. Er vertreibt jeden Anflug von Traurigkeit, die keinen Platz hat, haben soll, haben darf. Man hat schließlich fröhlich zu sein, „gut drauf“, motiviert und leistungsfähig. Nur nicht „schlecht drauf“ sein oder gar …traurig. Aber manchmal reicht Bobby’s Apell nicht. Manchmal muss man Freude zulassen und manchmal muss man durch die Traurigkeit „hindurch gehen“.</p>
<p class="p1">In der Moderation gibt es das Design der Zukunftswerkstatt (Future Search). Dort gibt es die Phase der „Prouds and Sorries“. Die Teilnehmer tragen zusammen, worauf sie stolz sind und was sie bedauern – anders ausgedrückt: worüber sie sich freuen und worüber sie traurig sind. Darauf aufbauend planen sie in die Zukunft. Es gilt das zu Betrauernde zu erinnern, zu benennen, loszulassen und auf Erfolge aufzubauen, auf Stärken zu setzen, auf Visionen und die Hoffnung auf eine gute Zukunft.</p>
<p class="p1">Die Jahreswende ist vielleicht eine gute Gelegenheit für eine private „Zukunftskonferenz mit sich selbst“, mit all seinen „Prouds and Sorries“, aller „Joy &amp; Sadness“. Dabei könnte man sich die Erfolge vergegenwärtigen, die man errungen hat und die zu würdigen und zu feiern man sich gar nicht die Zeit genommen hat. Und, man könnte Misserfolge betrauern und der Hoffnung auf eine gute Zukunft Raum geben…</p>
<p class="p1">Inge Wuthe hat diesen Gedanken zu einem Märchen gesponnen, das vielleicht ganz gut in die „Stade Zeit“ passt…</p>
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<hr />
<p><strong>Das Märchen von der traurigen Traurigkeit</strong></p>
<p>von <a href="http://inge-wuthe.de">Inge Wuthe</a></p>
<p class="p1">Es war eine kleine alte Frau, die bei der zusammengekauerten Gestalt am Straßenrand stehenblieb. Das heißt, die Gestalt war eher körperlos, erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.</p>
<p class="p1">„Wer bist du?“, fragte die kleine Frau neugierig und bückte sich ein wenig hinunter.</p>
<p class="p1">Zwei lichtlose Augen blickten müde auf. „Ich… ich bin die Traurigkeit“, flüsterte eine Stimme so leise, dass die kleine Frau Mühe hatte, sie zu verstehen.</p>
<p class="p1">„Ach, die Traurigkeit“, rief sie erfreut aus, fast als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.</p>
<p class="p1">„Kennst du mich denn?“, fragte die Traurigkeit misstrauisch.</p>
<p class="p1">„Natürlich kenne ich dich“, antwortete die alte Frau, „immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet.“</p>
<p class="p1">„Ja, aber &#8230;“ argwöhnte die Traurigkeit, „warum flüchtest du nicht vor mir, hast du denn keine Angst?“</p>
<p class="p1">„Oh, warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selber nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst und dich so nicht vertreiben lässt. Aber, was ich dich fragen will, du siehst &#8211; verzeih diese absurde Feststellung &#8211; du siehst so traurig aus?“</p>
<p class="p1">„Ich…ich bin traurig“, antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.</p>
<p class="p1">Die kleine alte Frau setzte sich jetzt auch an den Straßenrand. „So, traurig bist du“, wiederholte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. „Magst du mir erzählen, warum du so bekümmert bist?“</p>
<p class="p1">Die Traurigkeit seufzte tief auf. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie vergebens versucht, doch…</p>
<p class="p2">„Ach, weißt du“, begann sie zögernd und tief verwundert, „es ist so, dass mich offensicht-lich niemand mag. Es ist meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und eine Zeitlang bei ihnen zu verweilen. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Aber fast alle reagieren so, als wäre ich die Pest. Sie haben so viele Mechanismen für sich entwickelt, meine Anwesenheit zu leugnen.“</p>
<p class="p2">„Da hast du sicher recht“, warf die alte Frau ein. „Aber erzähle mir ein wenig davon.“</p>
<p class="p1">Die Traurigkeit fuhr fort: „Sie haben Sätze erfunden, an deren Schutzschild ich abprallen soll. Sie sagen „Papperlapapp &#8211; das Leben ist heiter“, und ihr falsches Lachen macht ihnen Magengeschwüre und Atemnot.</p>
<p class="p1">Sie sagen „Gelobt sei, was hart macht“, und dann haben sie Herzschmerzen.</p>
<p class="p1">Sie sagen „Man muss sich nur zusammenreißen“ und spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken.</p>
<p class="p1">Sie sagen „Weinen ist nur für Schwächlinge“, und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe.</p>
<p class="p1">Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht spüren müssen.“</p>
<p class="p1">„Oh ja“, bestätigte die alte Frau, „solche Menschen sind mir oft in meinem Leben begegnet. Aber eigentlich willst du ihnen ja mit deiner Anwesenheit helfen, nicht wahr?“</p>
<p class="p1">Die Traurigkeit kroch noch ein wenig mehr in sich zusammen. „Ja, das will ich“, sagte sie schlicht, „aber helfen kann ich nur, wenn die Menschen mich zulassen. Weißt du, indem ich versuche, ihnen ein Stück Raum zu schaffen zwischen sich und der Welt, eine Spanne Zeit, um sich selbst zu begegnen, will ich ihnen ein Nest bauen, in das sie sich fallen lassen können, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, ist ganz dünnhäutig und damit nahe bei sich. Diese Begegnung kann sehr schmerzvoll sein, weil manches Leid durch die Erinnerung wieder aufbricht wie eine schlecht verheilte Wunde. Aber nur, wer den Schmerz zulässt, wer erlebtes Leid betrauern kann, wer das Kind in sich aufspürt und all die verschluckten Tränen weinen lässt, wer sich Mitleid für die inneren Verletzungen zugesteht, der, verstehst du, nur der hat die Chance, dass seine Wunden wirklich heilen.</p>
<p class="p1">Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über die groben Narben. Oder verhärten sich mit einem Panzer aus Bitterkeit.“</p>
<p class="p1">Jetzt schwieg die Traurigkeit, und ihr Weinen war verzweifelt.</p>
<p class="p1">Die kleine alte Frau nahm die zusammengekauerte Gestalt tröstend in den Arm. „Wie weich und sanft sie sich anfühlt“, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. „Weine nur, Traurigkeit“, flüsterte sie liebevoll, „ruhe dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Ich weiß, dass dich viele Menschen ablehnen und verleugnen. Aber ich weiß auch, dass schon einige bereit sind für dich. Und glaube mir, es werden immer mehr, die begreifen, dass du ihnen Befreiung ermöglichst aus ihren inneren Gefängnissen. Von nun an werde ich dich begleiten, damit die Mutlosigkeit keine Macht gewinnt.“</p>
<p class="p1">Die Traurigkeit hatte aufgehört zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete verwundert ihre Gefährtin.</p>
<p class="p1">„Aber jetzt sage mir, wer bist du eigentlich?“</p>
<p class="p1">„Ich“, antwortete die kleine alte Frau und lächelte still, „ich bin die Hoffnung!“</p>
</div>
</div>
</div>
<div class="page" title="Page 2">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-9559 size-full" src="https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/11/hoffnung.png" alt="" width="1600" height="502" srcset="https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/11/hoffnung.png 1600w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/11/hoffnung-300x94.png 300w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/11/hoffnung-1030x323.png 1030w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/11/hoffnung-768x241.png 768w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/11/hoffnung-1536x482.png 1536w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/11/hoffnung-1500x471.png 1500w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/11/hoffnung-705x221.png 705w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/11/hoffnung-450x141.png 450w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/11/hoffnung-600x188.png 600w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p>MODERATIO 2024</p>
</div>
</div>
</div>
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		<item>
		<title>Alte Schuhe wirken schäbig</title>
		<link>https://moderation.com/alte-schuhe-wirken-schaebig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2024 10:32:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Moderationstraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Moderationsausstattung und Moderationsmaterial sowie Raumgestaltung sind die Visitenkarten des Moderators, der Moderatorin. Nur professoinelles Material wirkt pofessionell. Was aber bedeutet in diesem Kontext professionell? Ein kleines &#8222;Moderations-ABC&#8220; vom moderatorenShop-Gründer, Josef W. Seifert A) Die Moderationsausrüstung Ein Moderator, eine Moderatorin oder Facilitator, benötigt eine vielseitige Ausstattung, um Gruppenprozesse effektiv zu unterstützen und zu leiten. Hier sind [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1">Moderationsausstattung und Moderationsmaterial sowie Raumgestaltung sind die Visitenkarten des Moderators, der Moderatorin. Nur professoinelles Material wirkt pofessionell. Was aber bedeutet in diesem Kontext professionell?</p>
<p>Ein kleines &#8222;Moderations-ABC&#8220; vom moderatorenShop-Gründer, Josef W. Seifert</p>
<h3>A) Die Moderationsausrüstung</h3>
<p class="p1">Ein Moderator, eine Moderatorin oder Facilitator, benötigt eine vielseitige Ausstattung, um Gruppenprozesse effektiv zu unterstützen und zu leiten. Hier sind die wichtigsten Elemente: Ein zentraler Aspekt der Facilitator-Ausstattung sind verschiedene Optionen zur Prozess- und Ergebnis-Visualisierung von Themen, Aspekten, Ideen und Ergebnissen, wie etwa:</p>
<ul class="ul1">
<li class="li5"><span class="s2">Flipchart</span>: Unverzichtbar für schnelle Notizen und Skizzen&#8230; Ein professionelles Flipchart hat einen sicheren Stand, eine robuste Klemmleiste und verstellbare Haltebolzen für gelochtes Flip-Chart-Papier.</li>
<li class="li5"><span class="s2">Pinnwand: Bietet Platz für Moderationskarten und größere Visualisierungen. Professionelle Pinnwände sind leicht und dennoch standsicher. Pinnadeln lassen sich leicht eindrücken und sitzen dennoch sicher.</span></li>
<li class="li5"><span class="s2">Whiteboard: Ermöglichen flexibles Arbeiten und einfaches Ändern von Inhalten. Whiteboards können als Alternative zu Pinnwand und Flip-Chart genutzt werden. Idealerweise sind sie im Raum beweglich.</span></li>
</ul>
<p class="p1">Zusätzlich können freie Wand- und Fensterflächen mit Hilfsmitteln wie Postit, Patafix oder Washi Tape zu improvisierten Präsentations- und Moderationsflächen umfunktioniert werden.</p>
<h3>B) Das Moderationsmaterial</h3>
<p class="p1">Folgende Materialien sollten für einen Workshop (und insbesondere für Großgruppenmoderation) in ausreichender Menge vorhanden sein:</p>
<ul class="ul1">
<li class="li5"><span class="s2">Flipchartblätter: nicht zu dünn, nicht saugfähig</span></li>
<li class="li5"><span class="s2">Pinnwandpapier: helle Farbe, reissfest, nicht saugfähig</span></li>
<li class="li5"><span class="s2">Funktionsfähige Stifte: für das Moderatorenteam und für alle Teilnehmer</span></li>
<li class="li5"><span class="s2">Pinnnadeln: nicht zu lang, so dass sie die Pinwand nicht durchdringen können!</span></li>
<li class="li5"><span class="s2">Moderationskarten: Ideal für Brainstorming und das Sammeln und Strukturieren von Themen, Ideen… in hellen, freundlichen Farben</span></li>
</ul>
<p class="p1">Viele Facilitatoren / Moderatoren reisen sicherheitshalber mit einem eigenen Moderationskoffer, um alle notwendigen Materialien – in Top-Qualität – griffbereit zu haben.</p>
<h3>C) Der Moderationsraum</h3>
<p class="p7"><strong>Atmosphäre und Einrichtung</strong><br />
Ein professioneller Moderationsraum sollte ausreichend groß sein. Als Faustregel gilt: Lieber einen Tick &#8222;zu groß&#8220;, als einen Tick &#8222;zu klein!&#8220; Er sollte eine angenehme und produktive Atmosphäre ausstrahlen, möglicht mit Tageslicht. Die Einrichtung sollte Reizüberflutung vermeiden und stattdessen Harmonie und Ruhe fördern, um Kreativität fließen zu lassen. Farben und Möbel spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Sessel sollten – auch bei längerem Sitzen – noch bequem sein.</p>
<p class="mb-2 mt-6 text-lg first:mt-3"><strong>Technische Ausstattung</strong></p>
<p>Ein professioneller Moderationsraum sollte mit der notwendigen Technik und den erforderlichen Materialien ausgestattet sein:</p>
<ul class="marker:text-textOff list-disc pl-8">
<li>Pinnwände oder digitale Whiteboards</li>
<li>Beamer oder große Bildschirme</li>
<li>Ausreichend Stifte, Karten und andere Moderationsmaterialien</li>
<li>Gute Beleuchtung</li>
</ul>
<p>Es ist wichtig sicherzustellen, dass alle Teilnehmenden mit der vorhandenen Technik umgehen können oder bei Bedarf Hilfestellung erhalten.</p>
<p class="mb-2 mt-6 text-lg first:mt-3"><strong>Raumstruktur und Sitzordnung</strong></p>
<p>Die Anordnung der Möbel sollte flexibel sein, um verschiedene Arbeitsformen zu ermöglichen:</p>
<ul class="marker:text-textOff list-disc pl-8">
<li>Platz für Gruppenarbeit</li>
<li>Möglichkeit für Präsentationen</li>
<li>Bereiche für informellen Austausch</li>
</ul>
<p>Eine durchdachte Sitzordnung kann die Zusammenarbeit und Kommunikation fördern.</p>
<p>***</p>
<p><strong>Grundsätzlich gilt:</strong> Optimale Räumichkeiten und professionelles Moderationsequipment fördern nicht nur die Motivation und Kreativität der Teilnehmenden, sie unterstreichen auch die Professionalität der Moderation. Man könnte sagen: Gute Schuhe wirken selbstbewusst, gutes Equipment und Moderationsmaterial auch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p>© by <a href="http://moderatorenShop.de">moderatorenShop.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Graphic Recording in großen Gruppen: Wieso, weshalb und wozu?</title>
		<link>https://moderation.com/graphic-recording-in-grossen-gruppen-wieso-weshalb-und-wozu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2024 17:54:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großgruppenmoderation]]></category>
		<category><![CDATA[Moderationstraining]]></category>
		<category><![CDATA[Graphic Facilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Graphic Recording]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://moderation.com/?p=8554</guid>

					<description><![CDATA[<p>Großgruppenmoderation ist, wie es der Name schon sagt, schlicht die Moderation großer Gruppen, also die Moderation von Gruppen mit mehr als einem Dutzend teilnehmender Personen. Dafür kommen – dem jeweiligen Anlass sowie der angestrebten Zielsetzung entsprechend – spezielle Moderationsmethoden zum Einsatz. Auch in der Moderation großer Gruppen sollen sich alle beteiligen können, sollen alle zu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1">Großgruppenmoderation ist, wie es der Name schon sagt, schlicht die Moderation großer Gruppen, also die Moderation von Gruppen mit mehr als einem Dutzend teilnehmender Personen. Dafür kommen – dem jeweiligen Anlass sowie der angestrebten Zielsetzung entsprechend – spezielle Moderationsmethoden zum Einsatz. Auch in der Moderation großer Gruppen sollen sich alle beteiligen können, sollen alle zu Wort kommen. Eine zentrale Rolle kommt dabei der Visualisierung von Inhalten, Prozessen und Ergebnissen zu. Visualisierung unterstützt die Moderatorin, den Facilitator, bei der Komplexitätsreduktion und Aufmerksamkeitsfokussierung und erhöht die Behaltensquote.</p>
<p>Eine noch relativ neue, optionale, moderationsbegleitende Visualisierungstechnik kann den Nutzen von Visualisierung, auch und vor allem in großen Gruppen, in vielerlei Hinsicht ergänzen und steigern: Graphik Recording.</p>
<h2>Graphic Recording</h2>
<p>Graphic Recording ist eine kreative Visualisierungsmethode mit der, in moderierten Veranstaltungen, sowohl inhaltliche Beiträge und Kernaussagen als auch Prozesse in Echtzeit, in kreativer Art und Weise, visuell festgehalten werden können. Man könnte Graphic Recording als &#8222;Legierung aus Kunst und Protokoll&#8220; bezeichnen oder auch als &#8222;Künstlerisches Verlaufs- und Ergebnispotokoll&#8220;. Wobei ein visuelles Protokoll ein detailliertes, ausformuliertes Ergebnisprotokoll nicht ersetzt, sondern ergänzt.</p>
<p>Durch Graphic Recording entstehen prozessbegleitend visuelle Notizen, die zentrale Aussagen aus Keynotes, Diskussionen und Beschlüssen sichtbar machen. Es entstehen Flipcharts, Plakate, Poster oder digitale Aufzeichnungen, die am Ende das &#8222;Big Picture&#8220; der jeweiligen Veranstatlung in &#8222;analoger Sprache&#8220; wiedergeben.</p>
<h2>Der Nutzen&#8230;</h2>
<p>Der Nutzen dieser Zusatzleistung ist dreifach:</p>
<p><strong>A) Im Rahmen der Veranstaltung</strong>, können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen veranstaltungsbegleitend Erarbeitetes und Erlebtes nochmals „Revue passieren lassen“, also das bereits Geschehene nochmals rational und emotional der Reihe nach durchgehen, die Dinge &#8222;setzen lassen&#8220;.</p>
<p><strong>B) Im Nachgang </strong>können die Erlebnisse und Ergebnisse – ergänzend zu einem &#8222;normalen&#8220; Protokoll – präsent gehalten werden. Dazu können etwa Wandposter, Schreibtischunterlagen, Flyer&#8230; genutzt werden.</p>
<p><strong>C) Im nächsten Step</strong> können (auch) die Graphic-Recording-Protokolle, als Ausgangspunkt für die Weiterarbeit an Themen oder Themenaspekten genutzt werden. Interessant und wertvoll ist dabei vor allem die emotionale Dimension der Dokumentation.</p>
<h2>Co-Creation</h2>
<p>Die Intensität und Nachhaltigkeit des Graphic Recording, lässt sich zudem dadurch steigern, dass man die Teilnehmenden in den Entstehungsprozess einbezieht. Der &#8222;Mitmacheffekt&#8220;  bringt Spaß, Freude, Motivation und steigert sowohl das Engagement, als auch die Identifikation mit dem Prozess und den Ergebnissen. Im Einzelnen:</p>
<ul>
<li><b>Verbesserte Zusammenarbeit:</b> Die aktive Beteiligung der Teilnehmenden fördert eine engere Zusammenarbeit und schafft ein Gefühl der Mitverantwortung.</li>
<li><b>Vielfalt der Perspektiven:</b> Indem die Teilnehmenden ihre eigenen Ideen und Perspektiven direkt einbringen, wird das Graphic Recording zu einem dynamischen Abbild der Vielfalt in der Gruppe.</li>
<li><b>Erhöhte Akzeptanz:</b> Wenn die Teilnehmenden das Gefühl haben, dass ihre Ideen und Beiträge berücksichtigt werden, steigt die Akzeptanz des Graphic Recordings und der Inhalte sowie der Ergebnisse.</li>
</ul>
<h2 class="p1">Fazit</h2>
<p class="p1">Graphic Recording bietet die Chance, moderierte Großgruppen-Veranstaltungen lebhafter, &#8222;bunter&#8220; und nachhaltiger zu gestalten. Die Kombination von Großgruppenmoderation und Graphic Recording, bietet zudem durch die Integration der Teilnehmenden als Co-Creation-Partner, eine leistungsstarke Möglichkeit, die Zusammenarbeit – während und nach der Veranstaltung – zu fördern. &#8222;Co-Creation-Graphic-Recording&#8220; ist ein guter, praxiserprobter Weg, sowohl den Prozess als auch die Nachhatigkeit, nachhaltig zu fördern.</p>
<hr />
<h3>Beratung &amp; Moderation, Training &amp; Coaching:</h3>
<p>Themenverantwortlich im MODERATIO-Team sind für&#8230;</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4cd.png" alt="📍" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Großgruppenmoderation: Dr. <a href="https://moderation.com/team/dr-monique-lampe/">Monique Lampe</a></p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4cd.png" alt="📍" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Graphic Recording: <a href="https://moderation.com/team/uwe-schettler-2/">Uwe Schettler</a></p>
<hr />
<p>© MODERATIO 2024</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://moderation.com/graphic-recording-in-grossen-gruppen-wieso-weshalb-und-wozu/">Graphic Recording in großen Gruppen: &lt;br&gt;Wieso, weshalb und wozu?</a> erschien zuerst auf <a href="https://moderation.com">MODERATIO</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was der Hose der Gürtel&#8230;</title>
		<link>https://moderation.com/moderatorenshop-2-0/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jan 2024 17:12:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Moderationsmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Moderationstraining]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://moderation.com/?p=7170</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://moderation.com/moderatorenshop-2-0/">Was der Hose der Gürtel&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://moderation.com">MODERATIO</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<div  class='avia-image-container av-lruuhlej-cb94f46630002bf6f528746a8b5b7e41 av-styling- avia-align-center  avia-builder-el-0  el_before_av_textblock  avia-builder-el-first '   itemprop="image" itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/ImageObject" ><div class="avia-image-container-inner"><div class="avia-image-overlay-wrap"><img decoding="async" fetchpriority="high" class='wp-image-7231 avia-img-lazy-loading-not-7231 avia_image ' src="https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/01/moderationsguertel.png" alt='' title='moderationsgürtel'  height="526" width="1600"  itemprop="thumbnailUrl" srcset="https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/01/moderationsguertel.png 1600w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/01/moderationsguertel-300x99.png 300w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/01/moderationsguertel-1030x339.png 1030w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/01/moderationsguertel-768x252.png 768w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/01/moderationsguertel-1536x505.png 1536w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/01/moderationsguertel-1500x493.png 1500w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/01/moderationsguertel-705x232.png 705w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/01/moderationsguertel-450x148.png 450w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2024/01/moderationsguertel-600x197.png 600w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></div></div></div>
<section  class='av_textblock_section av-lruumdbl-d250d507586bce85e206cb1798e0eb29 '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><hr />
<p><span style="font-size: xxx-large;">Was der Hose der Gürtel&#8230;</span></p>
</div></section>
<section  class='av_textblock_section av-4jfusy-3d3ff691fa0f1c28bf8c97763716b983 '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><p>Menschliche Begegnungen sind durch nichts zu ersetzten. Jedes Präsenz-Treffen, als Besprechung, Konferenz, Meeting, Workshop, Event&#8230; oder wie auch immer man es im Einzelfall bezeichnet, birgt enorme Chancen zur Stärkung des <a href="https://moderation.com/das-milieu-ist-alles/">Kommunikationsmilieus</a>, auf das es (auch) im Business ankommt.</p>
<p>Ob ein Treffen am Ende als Erfolg gewertet wird hängt, sowohl in sachlicher, als auch in emotionaler Hinsicht von dessen Verlauf und den erzielten Ergebnissen ab. War die Umgebung angenehm, motivierend, förderlich? War die Leitung, die Moderation, angenehm, motivierend, hilfreich? Konnte echte Begegnung stattfinden oder blieb man nur an der Oberfläche? Waren die Arbeitsmittel professionell, angenehm, unterstützend? Man könnte sagen: Für den Erfolg eines Meetings ist, neben dem Ambiente, die Moderation die wichtigste Nebensache. Die wichtigste Nebensache einer Moderation ist die Hardware, die Moderationsausstattung und das Moderationsmaterial.</p>
<blockquote>
<p>Was der Hose der Gürtel, ist dem Moderator die Hardware.<br />
<em><span style="font-size: 16px;">Josef W. Seifert</span></em></p>
</blockquote>
<hr />
<h3><span style="color: #ff0000;">Professionelle Moderationshardware: die Essentials</span></h3>
<p>Moderationshardware, Pinnwände, Papier, Stifte, Karten, Nadeln und Vieles mehr&#8230; braucht es, um mit Gruppen in moderierter Form arbeiten zu können. Moderationsausstattung, Moderationsmaterial und Hilfsmittel müssen dabei so beschaffen sein, dass sie keiner Aufmerksamkeit bedürfen. Fallen sie auf, dann negativ: Die Pinnwand wackelt, das Papier schreibt durch, der Filzstift leckt und die Pinnadeln sind so lang, dass sie länger sind, als die Pinnwand dick, Verletzungen vorprogrammiert&#8230; Aus dem Gesagten wird deutlich, wo typische Schwachstellen und was Anforderungen an professionelle Hardware sind:</p>
<ul>
<li><strong>Pinnwand:</strong> Eine Pinnwand muss einerseits einen absolut sicheren Stand haben und andererseits dennoch leicht zu transportieren sein, vielleicht sogar klappbar für den Transport im Auto oder in der Bahn. Und, wenn sie dann auch noch chic ist, ist das auch nicht verkehrt ;O)</li>
<li><strong>Pinnwandpapier:</strong> Man könnte meinen, Papier ist Papier, aber: Weit gefehlt! Wie ist die Reißfestigkeit? Wie ist die Dichte, verläuft die Tinte? Wie ist es um die Rauhigkeit? Wie ist der Kontrast? Und wie steht es mit der Umweltbilanz?</li>
<li><strong>Pinnadeln:</strong> Wer nicht mit Sprühkleber &amp; Co. arbeiten möchte, sondern – aus guten Gründen – &#8222;klassisch&#8220;, sollte die Pinnadel genauer betrachten. Ein Schwerpunkt im Nadelkopf etwa, führt dazu, dass die Nadeln, im wörtlichen Sinne, aus der Pinfläche fallen. Sind die Nadeln zu lang, durchdrigen dise die Pinfläche und die Spitze erzeugt eine heimtückische Schnitt-/Riß-Gefahr auf der Rückseite der Wand&#8230;</li>
<li><strong>Moderationskarten:</strong> Moderationskarten sollten, unter anderem, formstabil sein, eine glatte Oberfläche haben und beim Beschriften einen guten Kontrast zwischen Hintergrund und Vordergrund ergeben.</li>
<li><strong>Moderationsstifte:</strong> Standfestigkeit, also wie lang hält die Tusche, kräftige, gut lesbare Farben, geruchsarme Tinte, woraus besteht der Stift, ist er nachfüllbar? &#8230;sind einige der Stichworte, die man zum Thema Moderationsstifte &#8222;auf dem Radar&#8220; haben sollte.</li>
<li><strong>FlipChart:</strong> Ein zentraler Aspekt beim Flipchart, ist die Höhenverstellung. Ein Flipchart sollte unbedingt höhenverstellbar sein; aber Achtung: Die Höhenverstellung muss sicher sein, also auf jeder der gewählten Stufen arretieren!</li>
<li><strong>Flipchart-Papier:</strong> siehe &#8222;Pinnwandpapier&#8220;.</li>
<li><strong>Moderationskoffer:</strong> Muss es ein XXL-Moderatorenkoffer sein, oder reicht mir ein &#8222;Moderatorenkoffer Basic&#8220; völlig aus? Muss es denn ein Koffer sein oder ist ein (reisetauglicher) Rucksack die bessere Wahl? Was muss im &#8222;Koffer&#8220; sein? Was brauche ich, was nicht?</li>
</ul>
<p>Nur mit professionellem &#8222;Werkzeug&#8220; kann man professionelle Arbeit abliefern. Das Motto sollte daher sein: Was ich brauche, das habe ich in optimaler Qualität, dafür verzichte ich auf alles, was ich nicht brauche. Um Klarheit zu bekommen, was die passgenaue Ausstattung und für sich, praxistaugliche Ausstattung ist, empfiehlt sich eine persönliche Beratung, etwa im Moderatorenshop. Dieser ist übrigens jetzt, in der neuen Version online: &#8222;<a href="http://moderatorenshop.de"><strong>moderatorenShop</strong></a> – der <a href="http://moderatorenshop.de">Klick</a>, der sich lohnt!&#8220; ;O)</p>
<hr />
<p>© MODERATIO 2024</p>
</div></section>
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			</item>
		<item>
		<title>Glaubensbrecher</title>
		<link>https://moderation.com/glaubensbrecher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Dec 2023 20:41:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Moderationstraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Beitrag von Josef W. Seifert – Immer wieder ist im Führungs-Coaching, in Teamentwicklung und Konfliktklärung, die Rede von sogenannten Glaubenssätzen, was aber ist damit eigentlich gemeint und wieso wird diesen so große Bedeutung beigemessen? Spätestens, wenn wir auf die Welt kommen, haben wir Annahmen darüber, wie gut es das Leben mit uns meint. Werden [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von Josef W. Seifert –</p>
<p><em>Immer wieder ist im Führungs-Coaching, in Teamentwicklung und Konfliktklärung, die Rede von sogenannten Glaubenssätzen, was aber ist damit eigentlich gemeint und wieso wird diesen so große Bedeutung beigemessen?</em></p>
<p>Spätestens, wenn wir auf die Welt kommen, haben wir Annahmen darüber, wie gut es das Leben mit uns meint. Werden wir gut versorgt und fühlen uns bei der Mutter gut, geborgen, sicher, glauben wir, dass das Leben es gut mit uns meint. Im positiven Fall, erfahren wir unbedingte Hingabe, Zuneigung, Liebe und bilden Urvertrauen aus.</p>
<p>Bald aber lernen wir, dass es un-bedingt kaum gibt. Die Zuneigung wird zunehmend an Bedingungen geknüpft. Man bekommt das was man möchte, immer öfter nur, <strong>wenn</strong>&#8230; Die unbedingte Liebe wird zur bedingten Liebe. Wir lernen, dass es scheinbar nichts ohne Gegenleistung gibt. Diese Annahme bestätigt sich von Tag zu Tag mehr&#8230; Kindergarten, Schule, Beruf verfestigen die Überzeugung bis zur Gewissheit.</p>
<h2>Ich glaube&#8230;</h2>
<p>Die Überzeugung, dass es nichts umsonst gibt im Leben, dass man also immer etwas geben muss, um etwas zu bekommen führt dazu, dass jeder seine Ideen davon entwickelt, wie er andere &#8222;um den Finger wickeln&#8220; kann, um das zu bekommen, was er möchte: Wie muss ich mich verhalten, damit&#8230; ich ankomme, akzeptiert, geliebt werde? So festigt sich immer mehr der Glaube, dass man auf (s)eine bestimmte Art und Weise sein <strong>muss</strong>, um das Leben bestehen zu können.</p>
<p>Während sich dieser Glaube entwickelt, läuft ein weiteres &#8222;Lernprogramm&#8220; ab. Wir erleben nämlich als Kind, dass die Erwachsenen – ganz im Gegensatz zu uns – scheinbar alles wissen, alles dürfen und alles können. Zudem sagen sie uns stets und ständig, was wir nicht wissen und was wir nicht können, was wir falsch machen und wie es richtig wäre&#8230; Der Schluss, den wir unbewusst daraus ziehen ist, dass wir nicht ganz richtig sind, so wie wir sind, vergleichsweise minderwertig. Die Werbung tut – von Kindesbeinen an – ihr Übriges dazu und hämmert uns ein, wie wir &#8222;richtig&#8220; sind und noch &#8222;richtiger&#8220; werden können. Wir müssen dazu nur noch&#8230;</p>
<p>Wenn wir nun diesen Anforderungen (immer wieder mal) nicht genügen wollen oder können, erfahren wir verdeckte oder offene Kritik, vielleicht sogar Strafen. So entstehen auf unserem Weg seelische Kratzer, Narben und Wunden, die über einen kürzeren oder längeren Zeitraum schmerzen, manche ein Leben lang. Dass uns diese Verletzungen zugefügt wurden, erklären wir uns oft mit Versagen, unsererseits. Wir suchen nach Erklärungen für unser Unvermögen &#8222;perfekt&#8220; zu sein. Wir stellen Vermutungen darüber an und speichern unsere Erfahrungen in Kategorien, sogenannten &#8222;Glaubenssätzen&#8220; ab. Glaubenssätze deshalb, weil diese Erklärungen nicht belegt sind, es sind reine Vermutungen, also &#8222;Glaubenssachen&#8220;.</p>
<p>Unbewusste Glaubenssätze dienen uns zur Komplexitätsreduktion. Wir rationalisieren sozusagen unsere Erklärungen für unser vermeintliches Nichtgenügen. Immer, wenn wir das Gefühl haben, nicht genügt zu haben, ersparen wir uns den mühsamen Weg, zu ergründen woher dieses Gefühl kommt, sondern greifen auf eine &#8222;Instant-Erklärung&#8220;, einen unserer Glaubenssätze zurück. Das Problem das wir uns damit einhandeln ist, dass dieser Glaubenssatz der aktuellen Situation, mit äußerst hoher Wahrscheinlichkeit, gar nicht angemessen ist. Und: wir festigen unsere Idee davon, was &#8222;falsch&#8220; ist an uns.</p>
<p>Aussagen, wie &#8222;Ich darf um nichts bitten.&#8220; (&#8230;weil das ein Zeichen von Schwäche wäre) oder &#8222;Ich muss ständig fleissig sein.&#8220; (&#8230;weil ich sonst nichts wert bin.) usw., sind es jedenfalls wert, mit dem Ziel hinterfragt zu werden, sie möglicherweise loslassen zu können und zu verlernen.</p>
<h2>Wir glauben&#8230;</h2>
<p>Was individuell gilt, gilt auch für Gemeinschaften, für Teams und ganze Organisationen. Grundannahmen, Grundüberzeugungen, Glaubenssätze prägen die tiefste Schicht kollektiven Bewusstseins einer Organisation, einer Gruppe, eines Teams. Glaubenssätze sind kulturprägende Haltungen, aus denen heraus das Miteinander sowohl nach innen, als auch nach aussen entsteht. Aussagen, wie „Bei uns…“ machen diese Grundannahmen und teamspezifischen Haltungen sichtbar. Meist sind es dabei gar nicht so sehr die niedergeschriebenen, sondern die unausgesprochenen (Team)Regeln, die das Miteinander prägen. Hinzu kommen Phantasien, Vermutungen und Unterstellungen, die an die bekannten Geschichte mit dem Hammer erinnern:</p>
<p><small><em><span style="color: #666666;">&#8222;Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht&#8217;s mir wirklich. &#8211; Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch noch bevor er &#8222;Guten Tag&#8220; sagen kann, schreit ihn unser Mann an: &#8222;Behalten Sie sich Ihren Hammer, Sie Rüpel!&#8220; *</span></em></small></p>
<p>Welche Grundannahmen liegen einem derartigen – auf Phantasien, Vermutungen und Unterstellungen beruhendem – Verhalten zugrunde? Hat man grundsätzlich &#8222;nett&#8220; zu sein? Darf Verhalten hinterfragt werden? Darf Irritation, Unsicherheit, Kritik geäußert werden?&#8230; Was für individuelle Glaubenssätze gilt, gilt auch für team- oder systemspezifische Grundannahmen: Es lohnt sich, sie anzuschaun und zu hinterfragen, um sie möglicherweise loslassen und durch hilfreichere Regeln ersetzen zu können.</p>
<p>Durch Kulturanalysen im Großen, wie im Kleinen, Workshops zur Standortbestimmung, zur Teamtransformation oder Konfliktmoderation, lassen sich Motivationskiller, Kreativitätshemmnisse, und (potentielle) Konfliktursachen benennen und klären. Um es mit einem Bild zu sagen: Workshops können raue See nicht verhindern, aber sie können als Wellenbrecher – oder &#8222;Glaubensbrecher&#8220; – wirken, und ganz neue Chancen und Möglichkeiten eröffnen&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© MODERATIO 2024</p>
<hr />
<p>* <span style="color: #666666;"><small>Watzlawick, Paul: <em>Anleitung zum Unglücklichsein.</em> Vollständige E-Book Ausgabe der 1983 erschienenen Taschenbuchausgabe &#8211; München: Piper Verlag, 2010.</small></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Konfliktmoderation by ChatGPT</title>
		<link>https://moderation.com/konfliktmoderation-by-chatgpt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Nov 2023 14:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chat-GPT]]></category>
		<category><![CDATA[Facilitation]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Moderationstraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gedankensplitter von Josef W. Seifert ChatGPT ist in aller Munde. Ich hab die KI-Software von OpenAI gebeten, mir einige Fragen zum Thema &#8222;Konfliktmoderation&#8220; zu beantworten. Was ich in jeweils wenigen Sekunden als Antwort erhielt, war ein schlüssiger Text, nicht brilliant, aber solide und fachlich korrekt. Man kann sich vom Chatbot aus Kalifornien Informationen geben lassen, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gedankensplitter von Josef W. Seifert</p>
<p><strong>ChatGPT</strong> ist in aller Munde. Ich hab die KI-Software von OpenAI gebeten, mir einige Fragen zum Thema &#8222;Konfliktmoderation&#8220; zu beantworten. Was ich in jeweils wenigen Sekunden als Antwort erhielt, war ein schlüssiger Text, nicht brilliant, aber solide und fachlich korrekt. Man kann sich vom Chatbot aus Kalifornien Informationen geben lassen, Rat holen und regelrecht mit ihm &#8222;diskutieren&#8220;&#8230; wenn das erst der Anfang von KI ist, fragt man sich: wo endet das? Wird KI auch Moderation und Facilitation übernehmen? Wird KI Konflikte klären können?</p>
<p>Kurzantwort: Nein. Langantwort: KI wird an der Komplexität der Realität scheitern.</p>
<p>Um zu diesem Schluss zu kommen, muss man gar nicht in die Komplexität eines sozialen Konfliktes eintauchen, es genügt ein Blick auf menschliche Kommunikation, etwa anhand der pragmatischen Kommunikations-Axiome von <a href="https://www.paulwatzlawick.de/index.html">Paul Watzlawick</a> (von dem ich noch persönlich lernen durfte ;O). Hierzu ein paar wenige Gedankensplitter:</p>
<p><strong>1. &#8222;Man kann nicht nicht kommunizieren.&#8220; </strong></p>
<p>Man könnte auch sagen: Kommunikation hat kein Gegenteil. Was auch immer Du tust, sobald es eine zweite Person gibt, die von Deiner Existenz weiß, kann diese nicht anders, als Dein Verhalten wahrzunehmen und (zumindest innerlich) dazu Stellung zu beziehen. Was das Gegenüber aus Deinem Tun (und auch unterlassen ist ein &#8222;Tun&#8220;) herausliest, hast Du nicht in der Hand, die (vermeintliche) Botschaft entsteht beim Empfänger. Wie diese Botschaft entsteht, woraus die jeweilige Botschaft, wie konstruiert wird, ist weder dem Konstrukteur noch dem Gegenüber (vollständig) bewußt.</p>
<p><strong>2. &#8222;Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.&#8220; </strong></p>
<p>Der Inhalt einer Botschaft ist immer nur vor dem Hintergrund der aktuellen Beziehung verstehbar. Dabei ist zusätzlich zu bedenken, dass eine Beziehung kein Ding ist, das man auf den Tisch stellen kann, sondern eine von beiden Seiten individuell interpretierte Stellung zu einander, aus der jede Seite Rechte, Pflichten und Erwartungen ableitet. Und: Eine Beziehung ist immer eine Momentaufnahme, sie ist plastisch, labil, zerbrechlich und kontinuierlich im Fluß. Sie ist einem ständigen &#8222;Alterungsprozess&#8220; unterworfen und kann sich – für beide Seiten oder auch nur einseitig – unbemerkt verändern. Eine Beziehung kann quasi, wie Wasser, unterschiedliche Aggregatzustände einnehmen: Bleibt man im Bild, so würde &#8222;Eis&#8220; für eine stabile Beziehung stehen, &#8222;Wasser&#8220; für eine labile Beziehung und &#8222;Dampf&#8220; für die Illusion einer Beziehung, die es geben könnte oder einmal gab&#8230;</p>
<p><strong>3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung</strong></p>
<p>Jede Botschaft an einen andern, wirkt auf diesen und ist somit Ursache, für dessen – wie auch immer geartete – Reaktion. Diese Reaktion wird dann unsererseits zum Ausgangspunkt für eine Reaktion auf diese Reaktion&#8230; das Rad dreht sich. Menschliche Kommunikation ist zirkulär. Jeder Versuch einen Anfang für diese &#8222;Dauerschleife&#8220; auszumachen ist sinnlos, ein Kreis hat keinen Anfang.</p>
<p><strong>4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten</strong></p>
<p>Würde man ein Gespräch via Spracheingabe im Computer erfassen, so würde dieser alles Gesagte in Schriftzeichen umsetzen. Alles was gesagt wurde, wäre in bits und bytes erfasst, das Was wäre lückenlos und ordentlich nachvollziehbar. Aussen vor bliebe aber das Wie: Stimmlage, Lautstärke, die &#8222;Wortmelodie&#8220; ist nicht erfasst, ganz zu schweigen von der körpersprachlichen &#8222;Einbettung&#8220; des Gesagten. Alles Analoge, das das Mikrophon nicht erfasst, bleibt unberücksichtigt. Man könnte sich zudem fragen, wieso wurde das was gesagt wurde ausgerechnet jetzt und ausgerechnet so gesagt, wie es gesagt wurde? Das unbestechliche Digitale, bedarf des Analogen zur Interpretation.</p>
<p><strong>5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär</strong></p>
<p>Gespräche sollten auf Augenhöhe geführt werden. Wenn die Frage: &#8222;Wie redest Du eigentlich mit mir!&#8220; gestellt wird, wird deutlich, dass es so etwas, wie Berechtigungsniveaus geben muss, die definieren, wer mit wem, wie reden darf. Mehr zu diesem Aspekt habe ich bereits in meinem Artikel &#8222;<a href="https://moderation.com/new-work-auf-augenhoehe/">New Work auf Augenhöhe</a>&#8220; ausgeführt.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Stellt man nun das Gesagte in den Kontext eines Konfliktgeschehens und des Bemühens dieses, situationsangemessen, sachlogisch und emotional, mit den und für die Beteiligten – vielleicht sogar in einem Team oder zwischen Teams – zu klären, wird schnell deutlich, dass KI diese Aufgabe auf absehbare Zeit nicht wird übernehmen können.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-6202" src="https://moderation.com/wp-content/uploads/2023/11/KI-3-845x684.png" alt="" width="600" height="463" srcset="https://moderation.com/wp-content/uploads/2023/11/KI-3-300x232.png 300w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2023/11/KI-3-1030x796.png 1030w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2023/11/KI-3-768x593.png 768w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2023/11/KI-3-705x545.png 705w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2023/11/KI-3-450x348.png 450w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2023/11/KI-3-600x463.png 600w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2023/11/KI-3.png 1134w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p><strong><br />
Meine Frage an ChatGPT</strong> lautete übrigens: <strong>Was ist Konfliktmoderation?</strong></p>
<p><strong>Die Antwort von ChatGPT</strong>: Konflikte gehören zum Leben dazu. Egal ob im privaten oder beruflichen Umfeld, es kann immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen kommen. Doch wie können diese Konflikte konstruktiv gelöst werden, ohne dass dabei Beziehungen dauerhaft beschädigt werden? Die Antwort lautet: Konfliktmoderation.</p>
<p>Konfliktmoderation ist eine Methode, die dazu dient, Konflikte zwischen zwei oder mehreren Parteien zu bearbeiten und zu lösen. Dabei übernimmt ein neutraler Moderator die Rolle des Vermittlers und unterstützt die Konfliktparteien dabei, gemeinsam eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung zu finden.</p>
<p>Der erste Schritt bei der Konfliktmoderation ist die Klärung der Konfliktsituation. Die Parteien haben die Möglichkeit, ihre Sichtweisen und Gefühle zu äußern, während der Moderator darauf achtet, dass die Kommunikation respektvoll und konstruktiv verläuft. Anschließend werden die eigentlichen Ursachen des Konflikts identifiziert und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.</p>
<p>Wichtig bei der Konfliktmoderation ist, dass alle Beteiligten die Gelegenheit bekommen, ihre Bedürfnisse und Interessen zu äußern. Der Moderator sorgt dafür, dass niemand dominiert wird und alle Stimmen gehört werden. Durch offene Kommunikation und das Einbeziehen aller Standpunkte können die Konfliktparteien gemeinsam nach einer Win-Win-Lösung suchen, die für alle akzeptabel ist.</p>
<p>Konfliktmoderation ist eine effektive Methode, um Konflikte zu lösen und langfristige Lösungen zu finden. Sie fördert die Kommunikation, stärkt das Vertrauen zwischen den Konfliktparteien und trägt dazu bei, dass Beziehungen nicht dauerhaft beschädigt werden. Darüber hinaus kann Konfliktmoderation auch dazu beitragen, dass ähnliche Konflikte in Zukunft vermieden werden, da die Beteiligten lernen, konstruktiv miteinander umzugehen.</p>
<p>Insgesamt ist Konfliktmoderation eine wertvolle Methode, um Konflikte konstruktiv zu lösen und das Miteinander zu stärken. Sie bietet die Möglichkeit, aus Auseinandersetzungen gestärkt hervorzugehen und dauerhafte Lösungen zu finden. Daher ist es empfehlenswert, bei Konflikten auf die Unterstützung eines neutralen Moderators zu setzen, um eine nachhaltige und zufriedenstellende Lösung zu erzielen.</p>
<p><strong>Zusatzfrage: </strong>Kann KI Konfliktmoderation übernehmen?</p>
<p><strong>Die Antwort von ChatGPT: </strong>Die Konfliktmoderation ist ein komplexer Prozess, der oft zwischenmenschliche Fähigkeiten wie Empathie, emotionale Intelligenz und zwischenmenschliche Kommunikation erfordert. Während KI-Systeme in der Lage sind, Informationen bereitzustellen, Analysen durchzuführen und Muster zu erkennen, sind sie nicht in der Lage, die menschlichen Aspekte von Konflikten zu erfassen oder die Rolle eines menschlichen Moderators oder Mediators zu übernehmen.</p>
<p>Allerdings können KI-Systeme in gewissem Maße dazu beitragen, die Konfliktmoderation zu unterstützen, indem sie beispielsweise Datenanalysen durchführen, Muster in der Kommunikation erkennen, Informationen bereitstellen und den Prozess der Konfliktmoderation strukturieren. Darüber hinaus können KI-Systeme als Werkzeug zur Unterstützung von Moderatoren und Mediatoren dienen, indem sie beispielsweise bei der Dokumentation von Sitzungen, der Analyse von Kommunikationsmustern oder der Bereitstellung von relevanten Informationen und Ressourcen unterstützen.</p>
<p>Letztendlich ist die Konfliktmoderation jedoch ein Prozess, der menschliche Fähigkeiten und zwischenmenschliche Beziehungen erfordert, und KI-Systeme können diese menschlichen Aspekte nicht vollständig ersetzen. Die erfolgreiche Konfliktmoderation erfordert in der Regel die Unterstützung durch erfahrene und einfühlsame Moderatoren oder Mediatoren, die in der Lage sind, die beteiligten Parteien zu unterstützen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.&#8220;</p>
<p>© MODERATIO 2023</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://moderation.com/konfliktmoderation-by-chatgpt/">Konfliktmoderation by ChatGPT</a> erschien zuerst auf <a href="https://moderation.com">MODERATIO</a>.</p>
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