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	<title>MODERATIO</title>
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	<description>Moderation und Moderationstraining</description>
	<lastBuildDate>Tue, 13 Oct 2026 12:40:45 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Vom Doppeln zum Doubeln</title>
		<link>https://moderation.com/vom-doppeln-zum-doubeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 07:22:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Doppeln]]></category>
		<category><![CDATA[Doubeln]]></category>
		<category><![CDATA[Konfliktmoderation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich werde immer wieder gefragt, was mich dazu bewogen hat, den Begriff &#8222;Doppeln&#8220; aus Jacob Moreno&#8217;s &#8222;Psychodrama&#8220;, das auch in der &#8222;Klärungshilfe&#8220; nach Christoph Thomann eine zentrale Interventionstechnik ist, in meinem Buch &#8222;Konfliktmoderation&#8220; und in der Ausbildung zum MODERATIO® Konfliktmoderator (MKM), zum &#8222;Doubeln&#8220; weiterzu-entwickeln. Die Kurzantwort ist, dass ich das „Doppeln“ lieber „Doubeln“ nenne, weil [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich werde immer wieder gefragt, was mich dazu bewogen hat, den Begriff &#8222;Doppeln&#8220; aus Jacob Moreno&#8217;s &#8222;Psychodrama&#8220;, das auch in der &#8222;Klärungshilfe&#8220; nach Christoph Thomann eine zentrale Interventionstechnik ist, in meinem Buch &#8222;<a href="https://www.moderatorenshop.de/products/konfliktmoderation" target="_blank" rel="noopener">Konfliktmoderation</a>&#8220; und in der Ausbildung zum <a href="http://konfliktmoderation.de" target="_blank" rel="noopener">MODERATIO® Konfliktmoderator (MKM)</a>, zum &#8222;Doubeln&#8220; weiterzu-entwickeln.</p>
<p><strong>Die Kurzantwort</strong> ist, dass i<span class="gfllfj gflk7u gflk7r gflk7q gflarr gflkzx gflga1 gflcuf gfliiy gfllgi" tabindex="-1" data-testid="expandable-text-box">ch das „Doppeln“ lieber „Doubeln“ nenne, weil es nicht darum geht etwas zu verdoppeln, sondern darum, „in die Schuhe des andern“ zu schlüpfen, also diesen zu „doubeln“. </span></p>
<p>Im Folgenden <strong>die Langantwort</strong>: Ich habe die Technik aus dem Psychodrama und der Klärungshilfe übernommen, entwickelte sie aber für die Konfliktmoderation im Business-Kontext weiter und bezeichnete sie konsequent als „Doubeln“. Der Hintergrund war weniger eine bloße Umbenennung als eine bewusste Kontextverschiebung: Im Business steht nicht therapeutische Selbsterfahrung im Zentrum, sondern die Wiederherstellung eines klärenden Dialogs zwischen Konfliktparteien.</p>
<h3>Vom psychodramatischen Doppeln</h3>
<p>Im Psychodrama nach Jacob Levy Moreno ist „Doppeln“ eine Grundtechnik: Eine Person tritt als „Doppel“ neben den Protagonisten und formuliert dessen vermutete inneren Gefühle, Gedanken oder unausgesprochene Anteile. Ziel ist, bislang schwer zugängliches Erleben bewusst zu machen und Selbstreflexion sowie Veränderung anzuregen. Diese Technik ist stark protagonistenzentriert und therapeutisch: Das Doppel hilft einer Person, ihre innere Welt auszudrücken.</p>
<h3>Doubeln statt Doppeln</h3>
<p>Ich verstehe Konflikte primär als Beziehungsverletzungen: Sobald Beteiligte sich nicht mehr gesehen, ernst genommen oder respektiert fühlen, gerät die Kommunikation auf der Beziehungsebene aus dem Gleichgewicht. Aufgabe der Konfliktmoderation ist dann, diese Verletzungen sichtbar und besprechbar zu machen. Beim „Doubeln“ spricht der Konfliktmoderator kurzzeitig stellvertretend für eine Partei ungesagte Gefühle, Vorwürfe, Grundannahmen oder Bedürfnisse, gefühlte seelische Kratzer, Narben, Wunden aus und richtet die Formulierung an die andere Partei. Damit fungiert er wie ein Übersetzer: Er macht verdeckte Beziehungsbotschaften hörbar, ohne dass die Partei sie selbst (schon) sagen muss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>&#8222;Man sieht nur mit dem Herzen gut… und wenn das nicht mehr gut sieht, wird der Moderator zur Sehhilfe.“</p></blockquote>
<h3></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Warum also „Doubeln“ statt &#8222;Doppeln&#8220;?</h3>
<p>Vier Argumente:</p>
<ul>
<li><strong>Abgrenzung vom therapeutischen Psychodrama:</strong> „Doppeln“ ist fest mit Morenos Psychodrama und der Rolle des therapeutischen „Doppels“ verbunden. „Doubeln“ definiert eine allparteiliche Haltung im moderierten Dialog zwischen zwei oder mehr Personen.</li>
<li><strong>Andere Funktion:</strong> Beim Doubeln geht es nicht primär darum, einer Person ihre inneren Anteile zu spiegeln, sondern eine Botschaft zwischen zwei Konfliktparteien verständlich und klärend zu übersetzen.</li>
<li><strong>Allparteilichkeit:</strong> Der Moderator doubelt nicht dauerhaft „für“ eine Seite, sondern wechselt je nach Klärungsbedarf zwischen den Parteien. Das entspricht meinem Verständnis von Allparteilichkeit als zeitweiliger Parteinahme im Dienste der Klärung.</li>
<li><strong>Praxisnähe und Vorsicht:</strong> Das Gedoppelte ist ausdrücklich nur ein Angebot; der Moderator muss prüfen, ob es stimmt, und die Ablehnung durch eine Person respektieren. Bei Ablehnung kann der Moderator indirekt doubeln und so &#8222;weicher&#8220; Doubeln.</li>
</ul>
<h3>Fazit</h3>
<p>Ich habe das psychodramatische „Doppeln“ zu einem kommunikativen Übersetzungs- und Klärungsinstrument für Konfliktgespräche umgebaut. Die Bezeichnung „Doubeln“ signalisiert dabei die Verschiebung von der therapeutischen Innenschau einer einzelnen Person hin zur allparteilichen Vermittlung zwischen Konfliktparteien.</p>
<p>Viel Erolg beim Klären von Konflikten!</p>
<p>Ihr/Euer/Dein<br />
Josef W. Seifert</p>
<h3>Lesetipps</h3>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e6.png" alt="🟦" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Josef W. Seifert, <a href="https://www.moderatorenshop.de/products/konfliktmoderation" target="_blank" rel="noopener">Konfliktmoderation</a>, GABAL Verlag 2009</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e6.png" alt="🟦" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Josef W. Seifert <a href="https://www.amazon.de/SixSteps-Facilitation-Settings-professionelle-Moderation/dp/3000843671/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=ZU0444YG8KGX&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.eQrjvtjMDHXPHgDZg2E0NoPpj-JC_wCvBq1IAPNJ8v_Kr67fwGLk-msjLPGt9MllSXiuqbuGUigjEq85Z2O29K9rl0dTDfROD0vk2kX0SVKy7RFi_LDHGHq3P7n6jdHibh86U_WRwEeQb-BzvLIBMbIeJt2y3etVzLT8DASgWLVBgCnzbhEAVKpFBE1RV2otRQCcOB_rKv6HwCUmqphM88pW-uJwnIiKAtKbHzUp-iyjJzPDxPJUNm4JoCUpExMJkYCxNKz-UA7NuXcFbVLc_8iGJfHTN8UXjVFw1D8hV8s.W7y2l35F-f83EjXBXZR_2-SYd9n1vgePHuzUihy6ji8&amp;dib_tag=se&amp;keywords=sixsteps&amp;qid=1791875669&amp;sprefix=sixsteps%2Caps%2C181&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noopener">SixSteps Facilitation</a>: Designs, Methoden, Setting für professionelle Moderation, moderatio books 2025</p>
<h3>Die Ausbidung</h3>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e6.png" alt="🟦" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Der 3&#215;3-MODERATIO®-Klassiker der Konfliktausbildung: <a href="http://konfliktmoderation.de" target="_blank" rel="noopener">konfliktmoderation.de</a></p>
<hr />
<p>© MODERATIO 2026</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wenn das Ziel &#8222;KI&#8220; heißt&#8230;</title>
		<link>https://moderation.com/das-ziel-ki-der-weg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 07:21:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Facilitation]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Moderation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einer Studie von McKinsey mit 10.000 Führungskräften in 15 Ländern sagten 86%, dass ihr Unternehmen nicht dafür gerüstet sei, KI in den Arbeitsalltag zu integrieren. Nur 14% der Führungsteams treiben die Adoption aktiv voran. Laut Bearing Point schulen 64% der Unternehmen ihre Mitarbeiter im KI-Umgang, aber nur 35% schaffen die erforderlichen organisatorischen Voraussetzungen. Laut [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In einer Studie von McKinsey</strong> mit 10.000 Führungskräften in 15 Ländern sagten 86%, dass ihr Unternehmen nicht dafür gerüstet sei, KI in den Arbeitsalltag zu integrieren. Nur 14% der Führungsteams treiben die Adoption aktiv voran. Laut <strong>Bearing Point</strong> schulen 64% der Unternehmen ihre Mitarbeiter im KI-Umgang, aber nur 35% schaffen die erforderlichen organisatorischen Voraussetzungen. Laut <strong>PwC</strong>&#8217;s betriebswirtschaftlicher Betrachtung liegen 74% des KI-Werts bei nur 20% der Unternehmen, nämlich bei jenen mit klaren Prozessen, Zuständigkeiten und verantwortungsbewusster Führung.</p>
<p><strong>Die Moral von der Geschicht&#8216;:</strong> KI scheitert letztlich in Unternehmen nicht an der Technologie, sondern an unklaren Rollen, Prozessen und Führungsstrukturen sowie der Unternehmenskultur.</p>
<p>Die eigentliche Arbeit liegt im Klären von Delegationsbereichen, Entscheidungs-befugnissen und -notwendigkeiten, Freiheitsgraden und Verantwortung – nicht im Einführen von IT-Tools.</p>
<hr />
<h3 class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top"><span style="color: #ff0000;">Welche Probleme entstehen bei der KI-Einführung?</span></h3>
<p>KI-Einführung ist ein komplexes Geschehen, eine KI-Transformation zu planen bedeutet daher, das Unplanbare zu planen. Umso mehr gilt der <span class="" data-sfc-cp="" data-sfc-root="ep" data-complete="true" data-sfc-inited="2" data-copy-service-computed-style="font-family: Google Sans, sans-serif; font-size: 16px; font-weight: 400; margin: 0px; text-decoration: none; border-bottom: 0px rgb(10, 10, 10);">Benjamin Franklin zugeschriebene Gedanke: <!--TgQPHd|||[[&quot;https://www.goodreads.com/quotes/460142-if-you-fail-to-plan-you-are-planning-to-fail&quot;,null,null,[null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,[{&quot;1218&quot;:[16]}]],16,null,null,null,null,null,null,[[1789925911894347,81462759,3424241273],null,null,null,null,[[2,0,0,7]]],null,&quot;8593a252-2422-4405-b1f4-e9e86af1c651&quot;]]--></span>“If you fail to plan, you are planning to fail”. Was man von vorneherein wissen kann ist zum Beispiel:</p>
<ul>
<li class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">KI wirkt wie ein Brennglas, das auf vorhandene Schwächen gehalten wird: Unklare Rollen und diffuse Prozesse werden offenkundig. Unklare oder fehlende Verantwortlichkeiten führen zu Grauzonen bei KI-Outputs. Statt Produktivitätsgewinnen entstehen automatisierte Ineffizienzen. Wo Strukturen tragen, befördert KI die Entwicklung, etwa vom Sachbearbeiter zum Problemlöser. Wo sie nicht tragen, werden ineffiziente Abläufe eher beschleunigt.</li>
<li class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Der Einsatz von KI-Agenten als aktive Akteure im Arbeitsprozess erzeugt neue Führungsfragen. Wer trägt die Verantwortung für Entscheidungen, an denen KI beteiligt war? Wie wird die Qualität und Zuverlässigkeit von KI-Ergebnissen bewertet und gesichert? Wie können Führungskräfte die Verunsicherung im Team auffangen, wenn ganze Aufgabenkomplexe neu verteilt werden müssen?</li>
<li>KI Einführung ist kein Ereignis, sondern ein Prozess, der seinerseits Ressourcen beansprucht, die nicht vorgehalten werden. Der angestrebten Entlastung geht eine Zusatzbelastung voraus.</li>
</ul>
<hr />
<h3><span style="color: #ff0000;">Worauf kommt&#8217;s an?</span></h3>
<p>Der entscheidende Erfolgsfaktor einer KI-Transformation ist nicht das Tool, sondern einerseits die Art und Weise der Einführung und andererseits das Gelingen der prozessualen Adaption des Neuen. Wesentliche Aspekte dafür sind:</p>
<ul>
<li style="list-style-type: none;">
<ul>
<li>Die Transformation von einem Ist-Zustand hin zu einem neuen Ziel-Zustand erfolgt geplant, koordiniert und begleitet.</li>
<li>Die Betroffenen erhalten Gelegenheit, prozessbegleitend die erforderlichen Zukunftskompetenzen zu erwerben.</li>
<li>Der angestrebte Wandel wird nicht auf die technische Ebene reduziert, sondern als umfassender Kulturwandel begriffen und gestaltet.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Die sich in Summe ergebenden Aufgaben, sind primär governance- und führungsseitige Aufgaben, nicht technologisch.</p>
<hr />
<h3><span style="color: #ff0000;">Wann kann systemische Beratung, Moderation und Facilitation eine KI-Transformation wirksam begleiten?</span></h3>
<p>Wenn auf die Frage: „Brauchen wir externe KI-Beratung?“ die Antwort lautet: „Wir brauchen Orientierung“, „Wir müssen bereichsübergreifend entscheiden“, „Wir wollen Mitarbeiter beteiligen“ oder „Wir wollen vom Experiment zur Wirkung kommen“, kann externe Begleitung einen hohen Wert schaffen. Für eine KI-Transformation im Sinne von Moderation und Facilitation lässt sich der Nutzen besonders knapp formulieren: Externe Begleitung bringt Technologie, Geschäftsziele und menschliche Zusammenarbeit in einen gemeinsamen Entwicklungsprozess – und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, dass aus KI-Initiativen tatsächlich tragfähige Veränderung wird.</p>
<hr />
<h4 id="warum-sixsteps-fr-ki-transformation-passt" class="font-semibold leading-tight text-pretty mb-2 mt-4 [[data-has-inline-images]_&amp;]:clear-end text-lg first:mt-0 md:text-lg [hr+&amp;]:mt-4"><span style="color: #ff0000;">Warum SixSteps<sup>®</sup> für Meetings und Workshops zur KI-Transformation passt</span></h4>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">KI-Transformation ist ein klassischer Change-Prozess mit hohen Unsicherheiten, vielen Stakeholdern und der Notwendigkeit, neue Arbeitsweisen zu etablieren. SixSteps<sup>®</sup> Facilitation adressiert genau diese Anforderungen:</p>
<ul>
<li><strong>Beteiligung und Mobilisierung</strong>: Der Einstieg holt Ängste, Hoffnungen und Kontext der Mitarbeiter ab – entscheidend für KI-Vertrauen und Akzeptanz.</li>
<li><strong>Strukturierte Themenklärung: </strong>Sammeln und Auswählen sorgt dafür, dass nicht nur technische Fragen, sondern auch ethische, datenschutzrechtliche und arbeits-organisatorische Aspekte sichtbar werden.</li>
<li><strong>Selbstorganisation und Ownership</strong>: In der Bearbeitungsphase entwickeln Teams eigene Lösungen und Anwendungsideen für KI-Tools – das fördert die Adoption in den Arbeitsalltag.</li>
<li><strong>Umsetzungsorientierung</strong>: Die Planungsphase erzeugt konkrete To-dos, Piloten und Verantwortlichkeiten statt vager Absichtserklärungen.</li>
<li><strong>Lernen und Iteration</strong>: Der Abschluss ermöglicht Reflexion, Lessons Learned und Anpassung – wichtig für Skalierung und kontinuierliche Verbesserung.</li>
</ul>
<hr />
<h4 id="praktische-anwendung-in-ki-projekten" class="font-semibold leading-tight text-pretty mb-2 mt-4 [[data-has-inline-images]_&amp;]:clear-end text-lg first:mt-0 md:text-lg [hr+&amp;]:mt-4"><span style="color: #ff0000;">Praktische Anwendung in KI-Projekten</span></h4>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">SixSteps® lässt sich in verschiedenen Settings der KI-Transformation einsetzen:</p>
<ul>
<li><strong>Kick-off-Workshops</strong>: Einstieg in den Change-Prozess, Erwartungsmanagement und gemeinsame Zielklärung.</li>
<li><strong>Use-Case-Identifikation</strong>: Sammeln und Priorisieren von konkreten Anwendungsfällen nach Impact und Machbarkeit.</li>
<li><strong>Pilot-Design und Roll-out-Planung</strong>: Konkrete Maßnahmen, Verantwortliche, Meilen-steine und Erfolgskriterien definieren.</li>
<li><strong>Reflexions- und Lernrunden</strong>: Nach Pilotphasen Erfahrungen sichern und konkrete nächste Schritte ableiten.</li>
</ul>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Der Ansatz funktioniert präsenz, online und hybrid und bietet damit Flexibilität für verteilte Teams und digitale Formate.</p>
<hr />
<h4 id="fazit" class="font-semibold leading-tight text-pretty mb-2 mt-4 [[data-has-inline-images]_&amp;]:clear-end text-lg first:mt-0 md:text-lg [hr+&amp;]:mt-4"><span style="color: #ff0000;">Fazit</span></h4>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top"><strong>SixSteps</strong><sup>®</sup> <strong>Facilitation</strong> bietet einen bewährten, leicht kommunizierbaren Prozessrahmen der hilft, KI-Transformation von der Strategie bis zur Umsetzung partizipativ, strukturiert und ergebnisorientiert zu gestalten.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/25fd.png" alt="◽" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><strong>Beratung &amp; Begleitung:</strong> <a href="https://moderation.com/kontakt/">Kontakt</a></p>
<p><strong>Buchtipp:</strong> <a href="https://www.amazon.de/SixSteps-Facilitation-Settings-professionelle-Moderation/dp/3000843671/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=39ZSC7J1IS2M6&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.eQrjvtjMDHXPHgDZg2E0NoPpj-JC_wCvBq1IAPNJ8v_UeZgTZyfPciSgcfpigD_PhMqtZK5NGxO3qmvD3j-rMXlbsizbLc-E9XMQ75aHGMRGmRCPUccKevzxZ9QlUVHXpdnxPEW_q2EotWFcjobkXJkDHgpTCUU2c8Tlm4bA8z-K06bKbRP0PlXIu87WcMUu3lK-Gt6uVisFXrz6FG06fBQHwd06NHoaRCIXz1PNGrXQ9Nbf0vUBwHv3IBYYkKI20Y4UUQ09PkDea2Yqb1-vJzaK8Suz6SicV5salBWYJHI.I5l-IvxBDq0sEWIxxSAH_CUOl6_Fh_ru-fZLujx7Q0A&amp;dib_tag=se&amp;keywords=sixsteps&amp;qid=1789971864&amp;sprefix=sixsteps%2Caps%2C147&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noopener">SixSteps Facilitation</a></p>
<hr />
<p><strong class="rQesXe MPyX" data-sfc-cp="" data-sfc-root="ep" data-copy-service-computed-style="font-family: Google Sans, sans-serif; font-size: 16px; font-weight: 700; margin: 0px; text-decoration: none; border-bottom: 0px rgb(10, 10, 10);">©<!--TgQPHd|||[]--></strong> MODERATIO 2026</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Mehrheitsparadox oder: Schwarmdummheit</title>
		<link>https://moderation.com/das-mehrheitsparadox-oder-schwarmdummheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 23:02:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Moderationstraining]]></category>
		<category><![CDATA[Moderationsausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Menschen brauchen Orientierung und Menschen trachten, evolutions- und erziehungsbedingt, nach Zugehörigkeit, wie nicht nur etwa das Asch-Experiment oder die Arbeiten von Edward Bernays, dem &#8222;Vater der Public Relations&#8220;, eindrücklich belegen. Mode- und Meinungs-Trends führen uns dies täglich vor Augen. Menschen verhalten sich in der einen oder anderen Art und Weise, weil sie glauben, dass das [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Menschen brauchen Orientierung</strong> und Menschen trachten, evolutions- und erziehungsbedingt, nach Zugehörigkeit, wie nicht nur etwa das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konformit%C3%A4tsexperiment_von_Asch" target="_blank" rel="noopener">Asch-Experiment</a> oder die Arbeiten von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Bernays" target="_blank" rel="noopener">Edward Bernays</a>, dem &#8222;Vater der Public Relations&#8220;, eindrücklich belegen. Mode- und Meinungs-Trends führen uns dies täglich vor Augen. Menschen verhalten sich in der einen oder anderen Art und Weise, weil sie glauben, dass das &#8222;die anderen&#8220; gut finden. Dazugehören ist alles, denn Dazugehören ist (gefühlt) überlebenswichtig. Wer aus der Gesellschaft ausgestoßen wird, ist verloren. Wer kritisch ist, muss zumindest bereit sein, Nachteile in Kauf zu nehmen. Wer sich zu sehr vom &#8222;Normalen&#8220; entfernt, wird leicht zum Sonderling, zum Außenseiter oder gar zum &#8222;Nestbeschmutzer&#8220;. Diese &#8222;Mechanik&#8220; gilt auch im Unternehmen, in der Organisation, im Team. Sie führt dazu, dass Menschen auch gegen eigene Bedenken oder gar besseres Wissen, das als ihre Meinung kundtun wovon sie glauben, dass es opportun ist. Kritisches Hinterfragen und &#8222;Gegenhalten&#8220; bleiben auf der Strecke. Das Problem an der Sache ist, dass ein &#8222;Meinungseinheitsbrei&#8220; entsteht, der keine Konturen hat und keine fundierte Basis. Möglicherweise werden wesentliche Inhalte nicht diskutiert, wichtige Aspekte ignoriert&#8230;</p>
<p>Dabei weiß keiner, ob seine Vermutung davon, was die anderen Denken überhaupt stimmt. Es erinnert etwas an Paul Watzlawick`s <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FExI1gNST3Y" target="_blank" rel="noopener">Geschichte mit dem Hammer</a>. Wenn ich annehme, dass der andere annimmt, dass ich annehme&#8230; und weder den Mut habe zu sagen, was ich wirklich empfinde und denke, noch dem anderen Raum gebe, Vertrauen schenke und Mut mache zu sagen, was er wirklich fühlt und denkt, führen wir Scheindialoge mit möglicherweise verheerender Wirkung. Sebastian Herrmann spricht in diesem Zusammenhang vom <a href="https://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-minderheit-mehrheit-ignoranz-lux.UZydAX8FwSMeLaKf2wdXWW?reduced=true" target="_blank" rel="noopener">Mehrheitsparadox</a>.</p>
<p>Wenn Menschen Ansichten haben, die dem was als Konsens gilt (oder dafür gehalten wird) widersprechen, glauben sie oft, dass ihre Ansichten untypisch sind, vielleicht sogar unerwünscht, obwohl diese in Wirklichkeit von vielen unausgesprochen geteilt werden. Das kann in Organisationen, in Unternehmen und Teams fatale Folgen haben, sowohl für das Miteinander als auch für Sachentscheidungen.</p>
<p>In Anlehnung an die Schwarmintelligenz aus dem Tierreich, könnte man hier von potentieller „Schwarmdummheit“ sprechen, die es unbedingt zu vermeiden gilt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>“Schwarmintelligenz“ in der Moderation</b></p>
<p>Eine Aufgabe des Moderators, der Moderatorin ist es, die „Mehrheitsparadox-Falle“ zu umgehen oder zumindest zu versuchen sie zu minimieren. Wie kann das gelingen?</p>
<p>Die „Weisheit der Gruppe“ kann beispielsweise durch Maßnahmen gefördert werden, wie:</p>
<ul>
<li><strong>Verschriftlichung</strong><br />
Die klassische (anonyme) Kartenabfrage ermöglicht das Benennen von Themen oder Aspekten die kritisch sind oder möglichherweise &#8222;nicht gern gehört&#8220; werden. Da die Nennungen beim Sichten und Ordnern keiner Person zugeordnet werden, ist es &#8222;ungefährlich&#8220; offener zu sein, als man es wäre, wenn man sich (etwa bei einer Abfrage auf Zuruf) vor der ganzen Gruppe äußern müsste. Entscheidend ist hier die Einstiegsfrage für diesen methodischen Schritt. Eine Frage, wie: &#8222;Was sollte für&#8230; unbedingt (auch) in den Blick geraten?&#8220; oder &#8222;Was müssen wir besprechen und was sollte unbedingt auch auf die Agenda?&#8220; gibt Freiheitsgrade und steigert die Wahrscheinlichkeit, dass auch &#8222;unbequeme&#8220; Aspekte benannt werden.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></li>
<li><strong>Kleingruppen</strong><br />
Kleine Gruppen erleichtern Offenheit. Schon im Schritt &#8222;Sammeln&#8220; eines Moderationszyklus&#8216; kann mit Kleingruppen gearbeitet werden. Beispielsweise können die, zur anstehenden Fragestelung, zu erörternden Themen – statt mit einer Kartenabfrage direkt – indirekt in kleinen Gruppen gesammelt und anschließend im Plenum geclustert werden.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></li>
<li><strong>Stille einbeziehen</strong><br />
Gruppengespräche werden oft von rhetorisch starken Teilnehmern, extrovertierten Vielrednern oder &#8222;Hierarchen&#8220; dominiert. Soll ein Dialog nicht zum Selbstgespräch oder Vortrag werden, gilt es diese Teilnehmer &#8222;einzubremsen&#8220;. Es gilt Stille/re, die durch Laute/re an den Rand des Gesprächs gedrängt werden, direkt anzusprechen und nach ihrer Meinung, Erfahrung, Sicht&#8230; zu fragen. Bedenken, Kritik, ungewöhnlich anmutende Vorschläge&#8230; müssen ernst genommen werden und ebenfalls Raum bekommen.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></li>
<li><strong>Advocatus Diaboli</strong><br />
Der Begriff beschreibt eine Person, die in einer Diskussion oder einem Projekt bewusst die Gegenposition einnimmt, um Argumente kritisch zu hinterfragen, Schwachstellen aufzudecken und Entscheidungen abzusichern. Ist es im Rahmen einer Moderation &#8222;gespenstisch harmonisch&#8220;, hat man also das Gefühl, dass die Teilnehmer mit Bedenken&#8230; hinterm Berg halten oder werden divergierende Meinungen &#8222;abgeschmettert&#8220;, kann eine methodische &#8222;Yin-Yang-Einheit&#8220; mit einer expliziten &#8222;Gegenrunde&#8220; für Ausgleich sorgen, zusätzliche Aspekte sichbar machen und Offenheit fördern.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></li>
<li><strong>Six Hats<br />
</strong>Wenn es darauf ankommt, möglichst viele Facetten einer Thematik in die Tiefe zu eruieren, können die sechs &#8222;Denkhüte&#8220; von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_de_Bono" target="_blank" rel="noopener">Edward de Bono</a> als Kreativitäts- und Dialogmethode, eingesetzt werden. Diese Methode hilft Teams, ein Problem systematisch aus sechs verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Dabei wird für jede Perspektive eine andere Farbe verwendet, wie etwa blau für ordnendes, strukturiertes Denken und rot für emotionales Denken und Empfinden&#8230; Von der Moderation her ist es dann so, dass beispielsweise alle gleichzeitig symbolisch denselben „Hut“ aufsetzen und das Thema aus der jeweiligen Perspektive betrachten oder die Farben werden unter den Teilnehmer aufgeteilt oder aber jeder sagt, bevor er einen Beitag einbringt, welchen Hut er gerade auf hat. Sinn und Zweck der Methodik ist es, gedankliche Freiheitsgrade zu gewähren und Mut zum &#8222;Querdenken&#8220; zu machen, um so möglichst viele Facetten der jeweiligen Thematik zu erfassen und thematische &#8222;Einäugigkeit&#8220; zu vermeiden. [<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Denkh%C3%BCte_von_De_Bono" target="_blank" rel="noopener">wikipedia</a>]<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></li>
</ul>
<p>Ist man in der Rolle des Moderators in der Lage, auf dieser Klaviatur zu spielen und die eine oder andere Methode gezielt einzusetzen, hat man gute Chancen, ungewollte &#8222;Schwarmdummheit&#8220; zugunsten einer möglichst ganzheitlichen Betrachtung zu vermeiden und wertvolle Dialoge zu ermöglichen.</p>
<p>Viel Erfolg bei der Nutzung der &#8222;Weisheit der Gruppe&#8220;<br />
wünscht Ihnen/Euch/Dir,</p>
<p>Josef W. Seifert</p>
<p><strong>Lesetipp:</strong> <a href="https://www.amazon.de/SixSteps-Facilitation-Settings-professionelle-Moderation/dp/3000843671/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=1TUS6J4N9IIO9&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.eQrjvtjMDHXPHgDZg2E0NsaA_UYfxF9bTlDbNY_DymdDnqAry3Q1N9lNiX6LfQvCPUJRt8d-LiqvLh69uIhP0XBmq4phgBb28KaN8nL2hjrXcg3gMpbn4cHBnEcfpWVdIfIU0VB9ZYtOxm632Q6huf_39Hn5VEm7lh1rhpN0SL0cCPxFlijnY75Df_JJJMtYVCnPkCjZPQXwLjFCEjHS1vRwD7ojdiNbsbfniaE_3E7NOuvCEwiUgO9pDZNWCZ_FKT6ib-690IG3LsPyWXOU1iMu8pF0gHUfMPHSE_NRdS4.xxIDxprTkCrmXwDTPd94LVq9cPvNLwDvdXJ4U1Jbyj4&amp;dib_tag=se&amp;keywords=sixsteps&amp;qid=1782846835&amp;sprefix=sixsteps%2Caps%2C116&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noopener">SixSteps Facilitation</a></p>
<p style="font-size: 0.8rem;">PS: Ich gendere in diesem Text <a href="https://moderation.com/gendern-sie-noch-oder-schreiben-sie-schon-lesbar/">aus 3 guten Gründen</a> nicht, hoffe und wünsche aber, dass Ihr, liebe Leser und Leserinnen, das tolerieren könnt.</p>
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<hr />
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<div class="update-components-text relative update-components-update-v2__commentary " dir="ltr">© MODERATIO 2026</div>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Hardcore-Moderation&#8220; versus &#8222;Weichei-Moderation&#8220; – Ein kurzer Plausch mit der KI</title>
		<link>https://moderation.com/ein-kurzer-plausch-mit-der-ki/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2026 12:10:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Facilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Moderation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://moderation.com/?p=14985</guid>

					<description><![CDATA[<p>Frage: Wieso gibt es in der Moderationsszene zwei Lager. Die einen nennen sich Moderatoren und die anderen Facilitator? 🟩 KI: Die Aufspaltung der Moderationsszene in Moderatoren und Facilitator basiert auf einem grundlegend unterschiedlichen Verständnis von Führung, Gruppenintelligenz und dem Ziel eines Prozesses. Während im deutschsprachigen Raum lange Zeit die klassische Moderationsmethode dominierte, hat der internationale [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #ff0000;">Frage: Wieso gibt es in der Moderationsszene zwei Lager. Die einen nennen sich Moderatoren und die anderen Facilitator?</span></h3>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e9.png" alt="🟩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <strong><span style="color: #008000;">KI:</span></strong> Die Aufspaltung der Moderationsszene in Moderatoren und Facilitator basiert auf einem grundlegend unterschiedlichen Verständnis von Führung, Gruppenintelligenz und dem Ziel eines Prozesses. Während im deutschsprachigen Raum lange Zeit die klassische Moderationsmethode dominierte, hat der internationale Trend des Facilitatings ein zweites Lager geschaffen.</p>
<p>Hier ist der direkte Vergleich der beiden Philosophie-Lager:</p>
<p><strong>Der Kernunterschied im Überblick</strong></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-15022" src="https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/Tabelle-Moderation-Facilitation.png" alt="" width="735" height="221" srcset="https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/Tabelle-Moderation-Facilitation.png 1231w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/Tabelle-Moderation-Facilitation-300x90.png 300w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/Tabelle-Moderation-Facilitation-1030x310.png 1030w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/Tabelle-Moderation-Facilitation-768x231.png 768w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/Tabelle-Moderation-Facilitation-705x212.png 705w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/Tabelle-Moderation-Facilitation-450x135.png 450w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/Tabelle-Moderation-Facilitation-600x180.png 600w" sizes="(max-width: 735px) 100vw, 735px" /></p>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<hr />
<h3>Warum sich die beiden Lager abgrenzen</h3>
<p><strong>Lager 1: Die Moderatoren (Die Struktur-Bewahrer)</strong></p>
<p>Dieses Lager kommt historisch aus der Medienwelt (Rundfunk) und der klassischen Betriebslehre der 1970er/80er Jahre (z.B. Quickborner Team).</p>
<p><strong>Die Überzeugung:</strong> Eine Gruppe braucht eine starke, neutrale Hand, die sie durch den Dschungel der Meinungen führt. Ohne klare Spielregeln, Zeitwächter und Visualisierung (Metaplanwände) versinkt ein Meeting im Chaos.</p>
<p><strong>Die Kritik am anderen Lager:</strong> Moderatoren werfen Facilitatoren oft vor, zu „esoterisch“, ergebnisoffen oder gar entscheidungsunfähig zu sein. Sie befürchten, dass ohne straffe Agenda nur geredet, aber nichts beschlossen wird.</p>
<p><strong>Lager 2: Die Facilitator (Die Prozess-Ermöglicher)</strong></p>
<p>Das Wort leitet sich vom lateinischen facilis (leicht) ab – ein Facilitator macht es der Gruppe also „leicht“, miteinander zu arbeiten. Dieses Lager ist stark durch die agile Bewegung (Scrum, Design Thinking) und die humanistische Psychologie geprägt.</p>
<p><strong>Die Überzeugung:</strong> Die Lösung liegt bereits in der Gruppe. Ein Facilitator steuert nicht, sondern schafft einen sicheren Raum (Psychological Safety), in dem sich die Gruppenintelligenz von selbst entfalten kann. Der Prozess ist oft unvorhersehbar und organisch.</p>
<p><strong>Die Kritik am anderen Lager:</strong> Facilitatoren sehen klassische Moderatoren oft als starre „Lehrer“ oder Bürokraten, die die Gruppe durch ein enges Korsett aus Agenda und Timeboxing einengen. Dadurch würden kreative, tiefgründige Lösungen im Keim erstickt.</p>
<h3>Fazit: Synthese statt Grabenkampf</h3>
<p>In der modernen Praxis verschwimmen die Grenzen zunehmend. Erfolgreiche Profis beherrschen heute beide Rollen: Sie agieren als Moderatoren, wenn es um schnelle, lineare Entscheidungen geht (z.B. Budgetverteilung), und wechseln in die Rolle des Facilitators, wenn komplexe, emotionale oder völlig neue Fragestellungen gelöst werden müssen (z.B. Post-Merger-Integration oder Kulturentwicklung).</p>
<h3><span style="color: #ff0000;">Frage: Das ist zu schwarz-weiß. In der Konfliktmoderation nach Josef W. Seifert beispielsweise geht es um seelische Kratzer, Narben und Wunden, oder?</span></h3>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e9.png" alt="🟩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <strong><span style="color: #008000;">KI:</span></strong> Völlig richtig, danke für diesen wichtigen Einspruch. Die vorherige Gegenüberstellung war in der Tat zu holzschnittartig gezeichnet und wird der Realität der professionellen Business- und Konfliktmoderation nicht gerecht. Gerade Pioniere wie Josef W. Seifert (Gründer von MODERATIO) zeigen, dass die klassische, strukturierte Moderation keineswegs rein mechanisch oder oberflächlich ist. In seinem Werk zur Konfliktklärung trennt Seifert die bloße, sachliche Meinungsverschiedenheit messerscharf vom echten Konflikt: Ein realer Konflikt beginnt dort, wo die Beziehung Differenzen nicht mehr aushält und emotionale Kratzer, Narben und Wunden entstehen.</p>
<h3>Die Synthese aus Struktur und Emotion nach Seifert</h3>
<p>Seiferts Ansatz beweist, dass tiefe Beziehungsarbeit und präzise methodische Struktur keine Gegensätze sind, sondern sich bedingen:</p>
<ol>
<li><strong>Der Moderator als „Heilungsraum-Schaffer“:</strong> Ein guter Konfliktmoderator ist laut Seifert kein Magier, der eine künstliche „Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung“ erzeugt. Seine Aufgabe ist es, einen Heilungsraum für verletzte Beziehungsstrukturen bereitzustellen.</li>
<li><strong>Struktur gibt psychologische Sicherheit:</strong> Die emotionale Tiefe (das Sprechen über die seelischen Wunden) funktioniert in Gruppen nur, weil der Moderator den SixSteps-Moderationszyklus als unumstößliches Geländer nutzt. Die starre Struktur schützt die Teilnehmer davor, in der Wunde komplett die Fassung zu verlieren.</li>
<li><strong>Fokus auf die Beziehungsebene:</strong> Professionelle Moderation nach dieser Schule wechselt situativ und hochsensibel zwischen der Sachebene und der darunterliegenden Gefühlsebene, um Verletzungen überhaupt erst besprechbar zu machen.</li>
</ol>
<h3>Fazit</h3>
<p>Die Realität ist also dreidimensional: Ein exzellenter Moderator im deutschsprachigen Sinne benötigt die empathische Tiefe eines Therapeuten für die „seelischen Kratzer“, nutzt aber gleichzeitig das glasklare Handwerkszeug eines Strukturgebers. Es ist kein Entweder-oder zwischen Struktur und Emotion, sondern das eine ermöglicht das andere.</p>
<h3><span style="color: #ff0000;">Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen Moderation und Facilitation </span><span style="color: #ff0000;">unter Berücksichtigung des Ansatzes von Josef W. Seifert?</span></h3>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e9.png" alt="🟩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <strong><span style="color: #008000;">KI:</span></strong> Aus Sicht von Josef W. Seifert (Pionier der Businessmoderation und Gründer von MODERATIO) gibt es fachlich und inhaltlich keinen Unterschied zwischen Moderation und Facilitation. Seifert betont in seinen Publikationen (wie „<a href="https://www.amazon.de/SixSteps-Facilitation-Settings-professionelle-Moderation/dp/3000843671/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=3Q5IT1C7L39RI&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.9DgF4ihQ0zloG3oTmkBOkQNnzI08WMM-vxKWfWIk9We88c9yS5u_C_LNjUa8LamZw-d8NHeJA42dH0Cu4KyDVWWfLj8nemBTTYQxa0yUSF7FuGSBxXg8tjTNa1UKBa2CFJth8W_ayejHVS5Rf5o1DG-FKel02j0biBSFcwmojekHjHSTglmeucYQQ3XELR90UY4Y_VVq4tDzLZTTtLP-YcxWqY_r_PLndy8UVP76CGwo5z38ylMx4BbkDbmUW1SiXPzq5gNF6ak9Dv0yR4vy_iwtpG0b38yZ3EV4fIKEHX4.wOUgkKPpG0NOjGOIfPNkZpiyGh6AesgNGK91ZoVaEIQ&amp;dib_tag=se&amp;keywords=sixsteps&amp;qid=1788092523&amp;sprefix=sixsteps%2Caps%2C106&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noopener">SixSteps Facilitation</a>“) konsequent: „Die Bezeichnung ist eine andere, das Bezeichnete aber identisch“. Beide Begriffe beschreiben im Kern dieselbe professionelle Dienstleistung: Das methodische Unterstützen und Begleiten von Gruppen, um deren Zusammenarbeit zu erleichtern. Dass in der Szene dennoch oft künstliche Gräben gezogen werden, bricht Seifert durch sein integratives Modell auf. Der scheinbare Unterschied und Seiferts echte Differenzierung lassen sich in folgenden Kernpunkten zusammenfassen:</p>
<p><strong>Etymologische Nuancen statt echter Methodentrennung</strong></p>
<p>Seifert erkennt an, dass die sprachlichen Wurzeln unterschiedliche Färbungen besitzen:</p>
<ul>
<li><strong>Moderation</strong> (vom lateinischen moderatio) bedeutet historisch „Mäßigung“ oder „Lenkung“.</li>
<li><strong>Facilitation</strong> (vom englischen facility / lateinisch facilis) bedeutet „Erleichterung“ oder „Ermöglichung“.</li>
</ul>
<p>In manchen agilen Kreisen wird fälschlicherweise behauptet, Moderation sei starr und Facilitation modern und offen. Für Seifert ist das ein Wettbewerb der Eitelkeiten und ein reines Marketing-Phänomen. Wer professionell moderiert, „erleichtert“ automatisch Prozesse – und wer „facilitiert“, steuert unvermeidbar auch den Ablauf.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>[Ein &#8222;Plausch mit Goggle&#8220; vom August 2026]</p>
<hr />
<p>MODERATIO 2026</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Braucht KI Begleitung?</title>
		<link>https://moderation.com/braucht-ki-begleitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 07:51:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KI-Transformation]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Moderation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>KI braucht Begleitung oder anders ausgedrückt: KI-Einführung in einem Unternehmen, einer Organisation ist kein Ereignis, es ist ein Prozess, sie ist im Kern ein Organisations-Kulturprojekt. Denn, Technologie ist nur dann funktional, wenn die Menschen ihr vertrauen, ihre Arbeitsweisen anpassen und bereit sind, kontinuierlich dazuzulernen. Ohne den kulturellen Wandel bleibt jede KI ein unliebsames, möglicherweise sogar [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://moderation.com/braucht-ki-begleitung/">Braucht KI Begleitung?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://moderation.com">MODERATIO</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>KI braucht Begleitung oder anders ausgedrückt: KI-Einführung in einem Unternehmen, einer Organisation ist kein Ereignis, es ist ein Prozess, sie ist im Kern ein Organisations-Kulturprojekt. Denn, Technologie ist nur dann funktional, wenn die Menschen ihr vertrauen, ihre Arbeitsweisen anpassen und bereit sind, kontinuierlich dazuzulernen. Ohne den kulturellen Wandel bleibt jede KI ein unliebsames, möglicherweise sogar ungenutztes Tool. – von Josef W Seifert</p>
<p>&#8211;</p>
<hr />
<h2></h2>
<h2>Ist KI-Einführung Kulturarbeit?</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e7.png" alt="🟧" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Umgang mit Skepsis und Angst:</strong> KI soll Arbeitsprozesse vereinfachen und beschleunigen und am Ende des Tages: Effizienz erhöhen und Geld sparen. Mitarbeiter, die sich für die Einführung einer KI engagieren, sägen daher an dem Ast auf dem sie sitzen. Zumindest stellen sie sich die Frage, ob das so ist. Was geschieht mit meinem Arbeitsplatz? Welche Aufgaben kann ich übernehmen, wenn die KI meine Tätigkeit teilweise oder vielleicht sogar ganz übernimmt?</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2b1c.png" alt="⬜" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Es gibt nur eine Möglichkeit, um entstehender Skepsis und Angst entgengenzuwirken und das ist Transparenz: Unterhaken und den Weg gemeinsam gehen. Der Königsweg um das zu erreichen sind professionell moderierte, den Wandel begleitende Workshops. Dabei geht es von vorne herein darum, eine Kultur der Offenheit und Transparenz zu fordern und zu fördern, Berührungsängste abzubauen, Offenheit zu fördern und Engagement zu ermöglichen.</p>
<p><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e7.png" alt="🟧" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Neues Führen: </strong>KI verändert Führung. Der Aspekt des Controllings verblasst zunehmend und wird bedeutungslos. Begleitung, Coaching, Sparring ist gefragt. Ziel ist es, psychologische Sicherheit zu geben, das Gefühl, Zweifel und Unsicherheiten, Fehler und Fragen ansprechen zu dürfen, ohne negative Konsequenzen fürchten zu müssen. Es geht darum eine Kultur des Vertrauens, der Neugierde und der Freude zur Mitgestaltung zu fördern.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2b1c.png" alt="⬜" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Eine gute Möglichkeit Führungskräften Orientierung zu geben und sie in die Lage zu versetzen, ihren Mitarbeitern Orinetierung zu geben, sind Orientierungs- und Team-Workshops. Hier können Fragen gestellt werden, Bedenken und Ängste geäußert aber auch Erwartungen formuliert und Wissenslücken geschlossen werden. Zudem können die (weiteren) Schritte der KI-Transformation aufgezeigt, gestaltet und im Konkreten geplant werden, so dass diese eine möglichst breite Basis bekommen und mitgetragen werden (können).</p>
<p><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e7.png" alt="🟧" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </strong> <strong>Klarer Fokus:</strong> KI ist vielfältig und komplex und nur dann hilfreich, wenn sie sehr gezielt genutzt wird. Wo kann KI, konkret wie, Prozesse vereinfachen, beschleunigen, erleichtern? Für welche Aufgaben sind die Folgekosten für KI niedriger als die für den Status Quo? &#8230; Nur, wenn klar ist, was es anzustreben lohnt, was angestrebt werden soll, kann eine gezielte &#8222;KI-Tranformation&#8220; angegangen werden. Ohne Vision, keine Tranformation!</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2b1c.png" alt="⬜" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Visions- und Strategie-Workshops sind ein probates Mittel, Grundlagen zu erarbeiten und den Weg zu skizzieren, der gegangen werden kann und soll. Darauf aufbauend kann, etwa mit dem agilen Management-Framework &#8222;OKR&#8220; (&#8222;Objectives and Key Results&#8220;), geplant und Umsetzungs-Erfolg sichtbar gemacht werden.</p>
<p>–</p>
<p><strong>KI-Transformation ist primär Kulturarbeit. </strong>Technik lässt sich installieren, aber Vertrauen, Offenheit für Neues und ein konstruktiver Umgang mit Herausforderungen und Fehlern müssen kulturell erarbeitet werden. Es sollte unbedingt gezielt ein <span data-subtree="aimfl,mfl" data-copy-service-computed-style="font-family: Google Sans, sans-serif; font-size: 16px; font-weight: 400; margin: 0px; text-decoration: none; border-bottom: 0px rgb(10, 10, 10);">&#8222;Organisations-Milieu&#8220; gefördert werden, das Transformation begünstigt und erleichtert, KI ohne professionelle Begleitung kann im doppelten Wortsinn sehr teuer werden: </span>KI <strong>braucht</strong> Begleitung!</p>
<p>&#8211;</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e5.png" alt="🟥" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Wir begleiten KI-Transformation mit Prozessberatung, Workshop-Moderation und Großgruppen-Veranstaltungen. <a href="https://moderation.com/ki-transformation/">Mehr dazu&#8230;</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p>© MODERATIO 2026</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://moderation.com/braucht-ki-begleitung/">Braucht KI Begleitung?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://moderation.com">MODERATIO</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auch Methoden haben eine Seele – The Art of Hosting</title>
		<link>https://moderation.com/hosting/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 18:10:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Moderationstraining]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://moderation.com/?p=14715</guid>

					<description><![CDATA[<p>Manche sagen: Moderation, Facilitation und Hosting sind Begriffe, die sich inhaltlich voneinander so sehr unterscheiden wie, mit einem dicken Augenzwinkern formuliert, eine Kartoffel von einem Erdapfel. Auch, wenn immer wieder Unterschiede konstruiert werden, es handelt sich um ein und dasselbe &#8222;Ding&#8220;. Aber: Stimmt das? – Eine Begriffsklärung von Josef W. Seifert Das Gemeinsame Moderation, Facilitation [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://moderation.com/hosting/">Auch Methoden haben eine Seele &lt;/br&gt;– The Art of Hosting</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://moderation.com">MODERATIO</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manche sagen: <strong><b>Moderation</b></strong>, <strong><b>Facilitation</b></strong> und <strong><b>Hosting</b></strong> sind Begriffe, die sich inhaltlich voneinander so sehr unterscheiden wie, mit einem dicken Augenzwinkern formuliert, eine Kartoffel von einem Erdapfel. Auch, wenn immer wieder Unterschiede konstruiert werden, es handelt sich um ein und dasselbe &#8222;Ding&#8220;. Aber: Stimmt das? – Eine Begriffsklärung von Josef W. Seifert</p>
<hr />
<h3>Das Gemeinsame</h3>
<p>Moderation, Facilitation und Hosting werden als drei Ansätze zur Gestaltung von Gruppendialogen gehandelt. Bei Licht betrachtet handelt es sich dabei aber gar nicht um drei unterscheidbare Ansätze der Dialog-Prozessgestaltung. Trotzdem verbindet die Begriffe mehr, als sie trennt. Die <strong>Gemeinsamkeit</strong> liegt darin, dass es jeweils um die Gestaltung ergebnisoffener Prozessbegleitung von Gruppengesprächen geht, die durch die Neutralität gegenüber sowohl den anwesenden Personen als auch den zu bearbeitenden Inhalten gekennzeichnet ist. Die Intension des Bemühens ist es jeweils, die Eigenverantwortung und Zusammenarbeit von Menschen zu stärken und wertvolle Dialoge zu ermöglichen.</p>
<h3><strong>Die Unterschiede</strong></h3>
<p>Mit den viel beschworenen Unterschieden zwischen Moderation und Facilitation ist es, wie mit Michael Ende&#8217;s Herrn Tur Tur, der aus der Ferne riesig wirkt, aber beim Näherkommen immer kleiner wird. Das heißt nur, wenn man Moderation auf formale &#8222;Sitzungsleitung&#8220; reduziert und klassische Moderation – genauer Businessmoderation – als Facilitation bezeichnet, lässt sich ein Unterschied konstruieren. Verzichtet man auf dieses &#8222;Reduktionsmodell&#8220;, ist es so, dass <strong>Moderation</strong> und <strong>Facilitation</strong> schlicht der deutsche und der englische Begriff für ein und dasselbe sind, nämlich das Gestalten wertvoller Dialoge.</p>
<p>Mit <strong>Hosting</strong>, im Sinne von &#8222;Art of Hosting&#8220; ist allerdings etwas anderes gemeint. Facilitation/Moderation ist kein Ansatz neben Hosting, sondern Bestandteil einer &#8222;Gastgebung&#8220;:</p>
<p>&#8222;Wir sprechen von <i>Hosting (Gastgeber sein)</i>, weil es sich hier nicht um die typische Moderation oder Gesprächsleitung (Facilitation) handelt. Es berücksichtigt und kümmert sich um alle Aspekte des Zusammenarbeitens, damit die Menschen erfolgreicher sein können – so wie ein Gastgeber dafür Sorge trägt, dass seine Gäste alles haben, was sie für einen ergiebigen Besuch bei ihm brauchen.</p>
<p>Art of Hosting bietet eine Mischung einiger der kraftvollsten Methoden, offene und kreative Gespräche zu gestalten, die zu Commitment und guten Ergebnissen führen. Indem sie mit vielen partizipativen Verfahren – wie Kreisgespräch (Circle), World Café, Wertschätzender Befragung, Open Space Technology, Pro Action Café, Storytelling und anderen – arbeitet, können die Praktizierenden die Herangehensweise ideal an den Kontext und das jeweilige Ziel anpassen.&#8220; [<a href="https://artofhosting.org/what-is-it/" target="_blank" rel="noopener">Art of Hosting</a>]</p>
<p>Wollte man <a href="https://moderation.com/moderation-versus-facilitation/">Moderation/Facilitation</a> (also die Gesprächsprozessgestaltung im engeren Sinne) um <strong>Hosting</strong> im Sinne von &#8222;Gastgeber sein&#8220; erweitern, so könnte man diesen Begriff gut für die Organisation zu moderierender Gruppenveranstaltungen verwenden wie etwa eine Open Space Konferenz oder ein BarCamp innerhalb dessen moderierte Sessions oder Mini-Workshops stattfinden. Hosting ist gleichsam das Gefäß, das Moderation/Facilitation  – unter Nutzung diverser ModerationsDesigns – beinhaltet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class=" wp-image-14660 aligncenter" src="https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/hosting-1.png" alt="" width="528" height="484" srcset="https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/hosting-1.png 803w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/hosting-1-300x275.png 300w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/hosting-1-768x704.png 768w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/hosting-1-705x646.png 705w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/hosting-1-450x412.png 450w, https://moderation.com/wp-content/uploads/2026/08/hosting-1-600x550.png 600w" sizes="(max-width: 528px) 100vw, 528px" /></p>
<p style="font-size: 12px;">Abb. Einodrdnung Hosting, Moderation/Facilitation</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Moderation, Facilitation, Hosting&#8230; welche Bezeichnung man für die Gestaltung und Begleitung eines Gruppendialogs auch immer wählt, entscheidend ist der Geist in dem die Zusammenkunft geleitet wird, die Haltung aus der heraus agiert wird. Dies gilt auch für die genutzen ModerationsDesigns, Moderationsmethoden und Kommunikationstechniken. Man könnte es auf den Punkt bringen indem man sagt: Auch Methoden haben eine Seele! Diese Seele der Methoden, entspringt der Grundhaltung der Moderatoren/Facilitator, die das Miteinander trägt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Auch Methoden haben eine Seele.</p>
<p style="font-size: 10px;">Josef W. Seifert</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dabei ist &#8222;Hosting&#8220; eine spezielle Form von Zusammenkunft, bei der gemäß dem Motto: &#8222;Vom Lernenden über die Gemeinschaft von Lernenden zur Gemeinschaft die lernt.&#8220;, besonders Gewicht auf &#8222;Community-Building&#8220; gelegt wird. Die Bezeichnung eines moderierten Treffens wird in aller Regel einerseits dem Klientel und andereresits dem Sinn und Zweck des Treffens geschuldet sein. Ob es im Einzelfall mit Hosting, Workshop oder Großgruppe, BarCamp oder Zukunftswerkstatt benannt wird, ist nicht ausschlaggebend. Die Bezeichnung muss &#8222;anschlussfähig&#8220; sein und zur Mitwirkung motivieren. Entscheidend ist, dass <a href="https://moderation.com/der-mensch-ist-mittel-punkt/">der Mensch im Mittelpunkt</a> des Geschehens steht und die zielorientierte, gut strukturierte Moderation von Wertschätzung und Wohlwollen getragen ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Viel Freude und Erfolg!<br />
Ihr/Euer/Dein</p>
<p>Josef W. Seifert</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e7.png" alt="🟧" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Lesetipp</strong></p>
<p>10 zentrale ModerationsDesigns, Moderationsmethoden und Kommunikationstechniken:<br />
Josef W. Seifert: <a href="https://www.amazon.de/SixSteps-Facilitation-Settings-professionelle-Moderation/dp/3000843671/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=R0JYGUH2NMMV&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.eQrjvtjMDHXPHgDZg2E0NsaA_UYfxF9bTlDbNY_DymdJcR3u7aukQ4igFrAYrF3LfP_QZCfweED6XIqzLwEzfJM9faXMOn6q37WUOn4IjYVpaJUwsy78PbhaK_wTedq6QXhYa7gmEFthy_-6jwMbP_fiFuzrukuaIWSrT2KDARZkCeKN2kIKOWkp2dfIwHKBzzT9W3JOyldcLq5Pt6uZGVuzilrAYdKvlEZU3c0-qlq8Ry3jQZ9DVm__8lwWqXfVptsjZ2K_IVmGuxaTEUX4TyMu8pF0gHUfMPHSE_NRdS4.fVICn1rbke_ho8tgbnIEh0Hgkymx3BirX_mDxzRoMYk&amp;dib_tag=se&amp;keywords=sixsteps&amp;qid=1785857807&amp;sprefix=sixsteps%2Caps%2C108&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noopener">SixSteps Facilitation</a> – Designs, Methoden, Settings für professionelle Moderation – moderatiobooks 2025 – ISBN: 978-3-00-084367-9</p>
<p>Art of Hosting <a href="https://artofhosting.school/wp-content/uploads/2021/10/HB_AoH_BB_2019_komplett_k.pdf" target="_blank" rel="noopener">Handbuch 2019</a> – Den Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Kommune, Kirche, Zivilgesellschaft gestalten – Thomans Uhlendahl, Sigirid Schöttle, Evangelische Akademie Bad Boll, Freiburg 2019</p>
<hr />
<p>© Josef W. Seifert, 2026</p>
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		<title>Der Mensch ist Mittel. Punkt?</title>
		<link>https://moderation.com/der-mensch-ist-mittel-punkt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 23:08:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Facilitator Training]]></category>
		<category><![CDATA[Moderationstraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ob man es Leitung, Moderation, Facilitation oder Hosting nennt, beim Management von Dialogprozessen – ob Präsenz oder Online – geht es in aller Regel darum, Informationen auszutauschen, Sachthemen zu beleuchten und Probleme zu lösen, die (noch) nicht an die KI delegiert werden können. Dazu werden Kolleginnen und Kollegen und vielleicht auch Gäste eingeladen, die zur [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ob man es Leitung, Moderation, Facilitation oder Hosting nennt, beim Management von Dialogprozessen – ob Präsenz oder Online – geht es in aller Regel darum, Informationen auszutauschen, Sachthemen zu beleuchten und Probleme zu lösen, die (noch) nicht an die KI delegiert werden können. Dazu werden Kolleginnen und Kollegen und vielleicht auch Gäste eingeladen, die zur Themenbearbeitung benötigt werden. Diese sind dann, bei Licht betrachtet, da sie ja nicht um ihrer selbst Willen zum Meeting eingeladen wurden, sondern wegen des Beitrags, den sie zu leisten vermögen, Mittel zum Zweck. Sind sie am Ende vielleicht nur noch Rädchen im Getriebe des Vorläufers der digitalen Problemlösearchitektur? Wo bleibt da der Mensch, wo bleibt das Menschliche? – Gedankensplitter von Josef W. Seifert</p>
<h3>Das &#8222;Menschliche Element&#8220; in der Moderation</h3>
<p>Wenn man sich <a href="https://www.paulwatzlawick.de/axiome.html" target="_blank" rel="noopener">Paul Watzlawick</a>&#8217;s zweites Axiom der Kommunikation vor Augen führt, wird unmittelbar klar, worum es geht. Sachlogik ist das Eine, das Menschliche das Andere. Das Komunikationsmilieu ist das Myzel des Dialogs. Die Beziehungsebene determiniert, was auf der Sachebene möglich ist. Wenn das Gefühl zwischen den Menschen nicht stimmt, ist Logik relativ, Möglichkeitsräume werden nicht erkundet, Zugeständnisse nicht gemacht.</p>
<blockquote><p>Das Kommunikationsmilieu ist das Myzel des Dialogs.</p>
<p style="font-size: 10px;">Josef W. Seifert</p>
</blockquote>
<p>In der Moderation geht es also neben der jeweils zu behandelnden Sache um das jeweilige Kommunikationsmilieu, den Umgang miteinander, das Beziehungsgeflecht zwischen den Menschen. Man könnte als „das menschliche Element&#8220; jene Qualitäten und Handlungen bezeichnen, die über reine Technik und Methodik hinausgehen. Dazu gehören <a href="https://moderation.com/die-weiche-seite-der-moderation">Haltung</a>, Präsenz, Empathie, Authentizität und das situative Einfühlungsvermögen aber auch die Fähigkeit zur Allparteilichkeit und zur Klärung von Spannungen und Konflikten. Ziel ist es, um es mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amy_Edmondson" target="_blank" rel="noopener">Amy Edmondson</a> zu sagen, &#8222;psychologische Sicherheit&#8220; zu geben, das Gefühl, Risiken eingehen, Fragen stellen und Fehler zugeben zu können, ohne negative Konsequenzen fürchten zu müssen.</p>
<p><strong>Das Menschliche</strong> zeigt sich in der Moderation an Dimensionen, wie:</p>
<ul>
<li><strong>Haltung und Präsenz</strong>: Eine innere Grundposition für Wertschätzung, Neugier und Neutralität beziehungsweise Allparteilichkeit, die sich in ruhiger, konzentrativer Präsenz zeigt.</li>
<li><strong>Empathie und Feinfühligkeit</strong>: Die Fähigkeit, Stimmungen, unausgesprochene Bedürfnisse und verdeckte Konflikte in der Gruppe wahrzunehmen und situationsangemessen, sensibel darauf zu reagieren.</li>
<li><strong>Authentizität und Glaubwürdigkeit</strong>: Echtes Interesse an den Menschen, Transparenz der eigenen Rolle und ein konsistentes, situtationsadäquat authentisches Auftreten.</li>
<li><strong>Taktgefühl und Timing</strong>: Der richtige Moment für eine Frage, eine Unterbrechung, eine Zusammenfassung oder auch eine gezielte Provokation.</li>
<li><strong>Körpersprache und Stimme</strong>: Ein bewusster Einsatz von Blickkontakt, Gestik, Tonlage und Sprechtempo um Sicherheit und Richtung zu geben.</li>
<li><strong>Adaptivität im Moment</strong>: Die Fähigkeit, den geplanten Prozess situativ anzupassen, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren – also „Methodik im Dienst der Gruppe“ statt starrer, unflexibler Ablauf.</li>
</ul>
<p>Kurz: Das menschliche Element ist das, was Moderation von bloßer, sachlicher Prozesssteuerung unterscheidet – es ist die Kunst, Menschen so zu begleiten, dass sie sich gesehen, verstanden und konstruktiv eingebunden fühlen. Gute Moderation verbindet beides: Sie beherrscht die Methodik sicher, lässt aber gleichzeitig Raum für das Lebendige – für Überraschungen, Emotionen und den „Flow“ der Gruppe.</p>
<h3>Von Tamagotchi bis ChatGPT</h3>
<p>Reduziert man das Menschliche in der Moderation auf den verbalen Teil der Kommunikation, so könnte dieser auch von KI-Agenten geleistet werden. Künstliche Intelligenz, also &#8222;Rechenleistung pur&#8220; kann Verständnis, Empathie und Wohlwollen mimen. Und, man braucht nicht mehr viel Phantasie, sich diese Fähigkeit als Eigenschaft eines humanoiden Roboters vorzustellen, der dann als &#8222;künstlicher Moderator&#8220; agiert. Dieser könnte dann auch noch den nonverbalen Teil der Kommunikation abdecken. Die Krux an der Sache bleibt, dass Artefakte und seien sie noch so gut gemacht, keine Menschen sind und eine menschliche Begegnung per se nicht möglich ist. Die Erkenntnis des kleinen Prinzen: &#8222;Man sieht nur mit dem Herzen gut&#8220;, gilt nur für Menschen.</p>
<h3>Der Unterschied, der den Unterschied macht</h3>
<p>Wie wir nicht nur von Schauspielern, sondern auch aus dem Alltag wissen, können Interesse, Nähe, Emotionen&#8230; auch &#8222;gespielt&#8220; werden. Kommunikationstechniken, von Aktiv Zuhören bis Zirkulär Fragen können auch als Schauspiel- oder Manipulationstechniken missbraucht werden. Jedes &#8222;Ding&#8220; hat zwei Seiten, so auch hier. Den Unterschied der, um es mit <span class="" data-sfc-cp="" data-sfc-root="ep" data-sfc-inited="2" data-copy-service-computed-style="font-family: Google Sans, sans-serif; font-size: 16px; font-weight: 400; margin: 0px; text-decoration: none; border-bottom: 0px rgb(10, 10, 10);"><a class="H23r4e" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gregory_Bateson" target="_blank" rel="noopener" data-ved="2ahUKEwjr-p376veVAxWcSvEDHUAvFj8Qy_kOegoIAggACAAICxAC" data-hveid="CAIIAAgACAsQAg" data-sb="/url?sa=i&amp;source=web&amp;rct=j&amp;url=https://de.wikipedia.org/wiki/Gregory_Bateson&amp;ved=2ahUKEwjr-p376veVAxWcSvEDHUAvFj8Qy_kOegoIAggACAAICxAC&amp;opi=89978449&amp;cd&amp;psig=AOvVaw18ag4VhVvY7D7OPDcCO8B6&amp;ust=1785412758462000" aria-label="Gregory Bateson. Linkvorschau. Website: Wikipedia. Titel: Gregory Bateson - Wikipedia. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Gregory_Bateson." data-copy-service-computed-style="font-family: Google Sans, sans-serif; font-size: 16px; font-weight: 500; margin: 0px; text-decoration: underline 1px rgb(26, 13, 171); border-bottom: 0px rgb(26, 13, 171);">Gregory Bateson</a><!--TgQPHd|||[[&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Gregory_Bateson&quot;,null,null,[null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,[{&quot;1218&quot;:[16]}]],16,null,&quot;Gregory Bateson - Wikipedia&quot;,&quot;Ästhetik ist die Aufmerksamkeit für das Muster, das verbindet. (Aus: Wo Engel zögern.). Information ist ein Unterschied, der einen Unterschied macht. (Aus: Ökologie des Geistes. S. 582). Ein Mann wollte wissen, wie es sich mit dem Geist in seinem Computer verhält, und fragte ihn daher: ‚Rechnest du damit, dass du jemals denken wirst wie ein menschliches Wesen?&#39; Worauf nach einiger Zeit der Computer antwortete: ‚Das erinnert mich an eine Geschichte.&#39; (Aus: Geist und Natur. S. 22). Das Lebewesen, das im Kampf gegen seine Umwelt siegt, zerstört sich selbst. (Aus: Ökologie des Geistes.). Strenge allein ist lähmender Tod, Phantasie allein ist Geisteskrankheit (Aus: Geist und Natur. S. 265).&quot;,&quot;https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q\u003dtbn:ANd9GcRTgiOVkcKMW_FZDkBvyooEzhEA6CVawGc7b_P3tvMiK2jRue1AT1Wqg3kalbqTOXGR1WRhQ51vjMC19Tc&quot;,&quot;Wikipedia&quot;,&quot;https://encrypted-tbn0.gstatic.com/faviconV2?url\u003dhttps://de.wikipedia.org\u0026client\u003dAIM\u0026size\u003d128\u0026type\u003dFAVICON\u0026fallback_opts\u003dTYPE,SIZE,URL&quot;,[[1785326358461803,66144924,1058418496],null,null,null,null,[[2,0,0,9]]],null,&quot;b1ea9fdb-05df-4564-b1ee-dd6a9df28482&quot;]]--></span> zu sagen, den Unterschied macht, ist die Intention, der Geist, die innere Haltung aus der heraus moderiert wird. Wird Interesse und Nähe nur gespielt, nur als seelenlose Technik missbraucht, ist der Schaden größer als der Nutzen. Moderatoren und Moderatorinnen dürfen keine &#8222;Maschinenmenschen&#8220; sein, manipulativ, nicht erreichbar, aalglatt. Gefragt ist vielmehr &#8222;situationsangemessene Authetizität&#8220;, Zugewandtheit und aufrichtiges Wohlwollen.</p>
<p>Nur so kann psychologische Sicherheit entstehen, kollektives Vertrauen, dass man wertschätzend miteinander umgeht. Ein Kommunikationsmilieu, in dem Menschen ihre Meinungen frei äußern, kreative Lösungen entwickeln und sich sicher fühlen um ihre Stärken und Schwächen zeigen zu dürfen. Nur, wenn der Mensch im Mittelpunkt steht, ist er nicht (nur) Mittel. Punkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f534.png" alt="🔴" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <a class="XQidInOZdUqrHGlQkkUpVUZDTyqjTPrnrE " tabindex="0" href="https://moderation.com/produkt/selbstreflexion/" target="_self" data-test-app-aware-link="">Moderation braucht Haltung</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p>Erstveröffentlichung: <a href="https://www.linkedin.com/pulse/der-mensch-ist-mittel-punkt-sixsteps--mjnvf/?trackingId=ocUB1k1ITTCh9prs%2Fh0WPA%3D%3D" target="_blank" rel="noopener">LinkedIn</a> Juli 2026</p>
<p>© Josef W. Seifert 2026</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wertvolle Dialoge</title>
		<link>https://moderation.com/wertvolle-dialoge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 19:10:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Facilitation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://moderation.com/?p=13744</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich denke, also bin ich.” sagte René Descartes. Diese &#8222;Erkenntnis&#8220; hat unsere Kultur tief geprägt. Wir haben gelernt, dass nur zählt, was sich denken lässt. Der Preis ist hoch. Leben wir diese Devise, zählen Körperlichkeit, Emotionen, Gefühle, Intuition, ganzheitliche Wahrnehmung&#8230; nicht. Nur das, was wir Denken nennen zählt: Argumente, logische Schlüsse, der Blick aufs Detail, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;">&#8222;Ich denke, also bin ich.” sagte René Descartes. Diese &#8222;Erkenntnis&#8220; hat unsere Kultur tief geprägt. Wir haben gelernt, dass nur zählt, was sich denken lässt. Der Preis ist hoch.</span></p>
<p><span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;">Leben wir diese Devise, zählen Körperlichkeit, Emotionen, Gefühle, Intuition, ganzheitliche Wahrnehmung&#8230; nicht. Nur das, was wir Denken nennen zählt: Argumente, logische Schlüsse, der Blick aufs Detail, &#8222;Wissenschaft&#8220;.</span></p>
<p><span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;">Verloren geht das Wissen darum, dass der Mensch nicht neben der Natur existiert, sondern Teil derselben ist, ein winziges Teilchen des Gesamtsystems. Wir verlernen Selbstwahrnehmung und Empathie, den Zugang zu Tieren und Pflanzen, zu Naturereignissen und Naturgesetzen und wir leiden (unbewusst) darunter, nur &#8222;ein halber Mensch&#8220; zu sein.</span></p>
<p><span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;">In Gruppengesprächen äußert sich dieses Dilemma oft so, dass Gefühle, wie scheinbar unbegründete, „irrationale“ Bedenken, Ängste und Hoffnungen… als Sachargumente aber auch als Unterstellungen, Vorwürfe, Sarkasmus „getarnt“ daherkommen. Der Dialog wird zu einer „verkopften“ und/oder „konfliktschwangeren“ Diskussion. Das Eigentliche bleibt verdeckt. Sorgen und „Verletzungen der Seele“ werden nicht gespürt und/oder nicht benannt. Der Dialog ist wenig authentisch und bekommt kaum Tiefe, die Ergebnisse, soweit es nennenswerte gibt, stehen auf tönernen Beinen.</span></p>
<p><span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;">Deshalb kommt es darauf an, Dialoge zu gestalten und zu begleiten, die über das offensichtlich Denk-bare hinausgehen, echte Begegnung ermöglichen und so das für die Beteiligten Mach-bare in den Fokus rücken. Nur so können Vereinbarungen entstehen, die von allen mitgetragen werden (können).</span></p>
<p><span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;">Als Moral von der Geschicht’ könnte man in in Anlehnung an Antoine de Saint-Exupéry’s „Der kleine Prinz“ sagen:</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>„Man hört nur mit dem Herzen gut.“</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das spezielle &#8222;Hörrohr&#8220; des Moderators ist <span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;"><b>Aktives <a href="https://moderation.com/zuhoeren-in-der-konfliktmoderation/">Zuhören</a></b></span> <span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;">mit </span><span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;"><b>Fragetechniken</b></span><span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;">, </span><span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;">wie </span><span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;">Fragen und Nachfragen, d</span><span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;">irekt Fragen </span><span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;">und zirkulär Fragen. Die zur effektiven Nutzung erforderliche </span><strong><a href="https://facilitation.com/facilitation-haltung-handwerk/" target="_blank" rel="noopener">Haltung</a></strong> ist die des Konstruktivisten, der davon ausgeht, dass (soziale) Wirklichkeit immer eine höchst subjektive Wirklichkeits-Konstruktion ist und niemals objektiv und allgemeingültig.</p>
<p>Dadurch erweitert sich die Aufgabe der Moderation auf die Klärung von Interessen, Bedürfnissen, Wünschen und Erwartungen und der Frage, wie die Beteiligten damit umzugehen gedenken. Gelingt es, unter angemessener Berücksichtigung gegebener Sachzwänge, wirtschaftlicher Notwendigkeiten und strategischer Zielsetzungen, die individuellen Sichtweisen zu würdigen und die einzigartige Bedürfnislage der betroffenen Menschen in den Dialogprozess und die daraus resultierenden Maßnahmen einzubeziehen, entstehen <strong><span style="color: #ff0000;">wertvolle Dialoge</span></strong>.</p>
<p>Gutes Gelingen beim Ermöglichen wertvoller Dialoge<br />
wünscht Ihnen/Euch/Dir,<br />
josef seifert</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>PS:</strong> Im Professional-Modul im Rahmen des Curriculums zum <a href="https://moderation.com/produkt/mcp/">MCP</a> geht es um die <a href="https://moderation.com/produkt/selbstreflexion/">Haltung in der Moderation</a>. Das Modul kann auch einzeln gebucht werden.</p>
<p><span style="font-family: HelveticaNeueLT Pro 55 Roman;">­</span></p>
<hr />
<p>© Josef W. Seifert, 2026</p>
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			</item>
		<item>
		<title>SixSteps Facilitation: Eine kurze Rezension</title>
		<link>https://moderation.com/sixsteps-facilitation-eine-kurze-rezension/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 17:03:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Facilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Facilitator]]></category>
		<category><![CDATA[Standardwerk]]></category>
		<category><![CDATA[business facilitator]]></category>
		<category><![CDATA[Facilitation Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Facilitator Curriculum]]></category>
		<category><![CDATA[Facilitator Training]]></category>
		<category><![CDATA[Moderationsausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Moderationsbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Seifert]]></category>
		<category><![CDATA[sixsteps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://moderation.com/?p=10448</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8222;SixStepsFacilitation – Designs, Methoden, Settings für professionelle Moderation&#8220;  ●  Das neue Buch von Josef W. Seifert – Workshops und Großgruppen moderieren  Josef W. Seifert klärt, in seinem neuen Buch das Missverständnis, dass Moderation und Facilitation unterschiedliche Disziplinen von Prozessberatung seien und ordnet in einem &#8222;Kern-Schalen-Modell der Moderation&#8220; das Thema Moderation/Facilitation, von der Haltung des Moderators, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://moderation.com/sixsteps-facilitation-eine-kurze-rezension/">SixSteps Facilitation: Eine kurze Rezension</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://moderation.com">MODERATIO</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>&#8222;SixStepsFacilitation – Designs, Methoden, Settings für professionelle Moderation&#8220;  ●  Das neue Buch von Josef W. Seifert – Workshops und Großgruppen moderieren </strong></em></p>
<hr />
<p>Josef W. Seifert klärt, in seinem neuen Buch das Missverständnis, dass Moderation und Facilitation unterschiedliche Disziplinen von Prozessberatung seien und ordnet in einem &#8222;Kern-Schalen-Modell der Moderation&#8220; das Thema Moderation/Facilitation, von der Haltung des Moderators, über praxisbewährte ModerationsDesigns, (die er in den bekannten SixSteps-Moderationszyklus einordnet) über klassische Moderations- und Kommunikationsmethoden, bis hin zu den möglichen Settings der Moderation und stellt so – ein weiteres Mal – ein griffiges Praxishandbuch für professionelle Moderation zur Verfügung.</p>
<hr />
<h2><strong>Die Inhalte im Überblick </strong></h2>
<p>Das Buch gliedert sich – nach einigen Gedankensplittern zur Rolle der &#8222;KI in der Moderation&#8220; und der Einordnung der Begriffe &#8222;Moderation&#8220; und &#8222;Facilitation&#8220; – in die Hauptkapitel: &#8222;Kern&#8220;, &#8222;SixSteps&#8220;, &#8222;Designs&#8220;, &#8222;Methoden&#8220;, &#8222;Techniken&#8220; und &#8222;Settings&#8220;, die Seifert in einem von ihm entwickelten &#8222;<em>Kern-Schalen-Modell der Moderation</em>&#8220; zusammenfasst.</p>
<h3><strong>Begriffsklärung</strong></h3>
<p>Für den Autor ist &#8222;Facilitation&#8220; lediglich der englische Begriff für den deutschen Begriff &#8222;Moderation&#8220;. Moderation oder Facilitation, Moderatorin oder Facilitator, welchen Begriffen im Einzelfall der Vorzug gegeben wird, hat weniger mit der Wortbedeutung zu tun als vielmehr – über den Aspekt der „Geschmacksache“ hinaus – mit Überlegungen zur Anschlussfähigkeit an die jeweilige Organisationskultur. Es macht durchaus Sinn, die Begriffe zu wählen, die die Akzeptanz für die zu erbringende Beratungsleistung fördern.</p>
<h3>Der Kern</h3>
<p>Seifert postuliert <em>Kooperation</em> als Basis erfolgreicher Moderation, die es in der Rolle des Moderators oder Facilitators zu fordern und zu fördern gilt.</p>
<p>Moderation/Facilitation fußt, nach Seifert, im Kern auf der Überzeugung, dass förderliches Miteinander nur durch Kooperation möglich ist. Dies schließt gesunde Konkurrenz, den Wettstreit um den richtigen Weg, die passende Strategie, die beste Lösung für ein Problem, mit ein. Nicht gewollt und nicht förderlich ist ein Wettbewerb der Eitelkeiten der jede Chance auf ein konstruktives Kommunikations- und Kooperationsklima torpediert. Ein &#8222;Ich bin schlauer, größer, schöner, besser&#8230;&#8220; nimmt anderen &#8222;die Luft zum Atmen&#8220; und der Moderation die positive Energie. Destruktive Konkurrenz gilt es daher &#8222;abzufedern&#8220;. Das Buch enthält im Kapitel &#8222;Kommunikationstechniken&#8220; geeignete Vorgehensweisen, das Kommunikationsklima – oder wie Josef W. Seifert es nennt, das &#8222;Kommunikationsmilieu&#8220; – positiv zu gestalten und zu &#8222;managen&#8220;.</p>
<h3>SixSteps</h3>
<p>Die Inhalte des Buches ranken sich um den, von Josef Seifert bereits 1989 veröffentlichten, &#8222;<em><strong>Moderationszyklus</strong></em>&#8220; mit seinen sechs Schritten einer Moderation. Dieses Prozess-Modell dient unter der Bezeichnung &#8222;SixSteps&#8220; als Meta-Strukturmodell, um bekannte und bewährte Moderationsansätze zu ordnen. SixSteps ist dabei einerseits der Organisationsrahmen für moderierte Veranstaltungen, Meetings, Workshops, Großgruppen allgemein und andererseits einer der skizzierten Ansätze.</p>
<h3><strong>ModerationsDesigns</strong></h3>
<p>Wer Meetings, Workshops, Großgruppen moderieren will oder muss, sieht sich einer Vielzahl an Verfahrensvorschlägen, Moderationsmethoden, Kommunikationstechniken für unterschiedliche Settings gegenüber. Einen Überblick zu bekommen ist nicht trivial: Josef Seifert skizziert kurz und prägnant – neben den erwähnten &#8222;SixSteps&#8220; – 10 weitere Ansätze von A bis Z, diese sind: Appreciative Inquiry, BarCamp, Dynamic Facilitation, Feedforward, Konfliktmoderation, Open Space, RTSC, <span class="Apple-converted-space"> </span>SixSteps, World Café, Zukunftskonferenz, Zukunftswerkstatt. Wie &#8222;tickt&#8220; der jeweilige Ansatz? Worum geht&#8217;s im Kern? &#8230;könnten Fragen sein, die man sich stellt, wenn man gefordert ist zu Moderieren oder Moderieren zu lernen. Das Buch gibt Antwort.</p>
<h3><strong>Moderationsmethoden</strong></h3>
<p>Hier stellt Seifert die Klassiker der Moderationsmethodik vor, die er schon in seinem Longseller &#8222;<em><strong>Visualisieren, Präsentieren, Moderieren</strong></em>&#8220; skizziert hat und ergänzt diese um einige praxisbewährte Vorgehensweisen, wie etwa den <em>Morphologischen Kasten</em> und erweitert das bekannte <em>Systemische Konsensieren</em> zum <em>Positiven Konsensieren</em>. Jede Methode ist (wieder) kurz und knapp beschrieben und ein Beispiel dazu visualisiert.</p>
<h3><strong>Kommunikationstechniken</strong></h3>
<p>Ausgehend von den Ebenen der Kommunikation, werden das Fragen und das Zuhören als zentrale Kommunikationstechniken der Moderation besprochen. Seifert erläutert, warum die Frage &#8222;Warum?&#8220; in der Moderation ein absolutes No-Go ist und – und darauf kommt es dem Praktiker vor allem an – wie man besser fragt. Das Kapitel endet mit praktischen Vorschlägen zum Trouble Shooting.</p>
<h3>Settings</h3>
<p>Präsenz, Online oder Hybrid: Das Buch skizziert zentrale Fragen, die man sich für die Vorbereitung einer Moderation nach diesen Settings unbedingt stellen sollte und gibt Hinweise, worauf man bei der Moderation (insbesondere) achten kann. Der Autor erläutert kurz die Rolle des &#8222;Remote Buddy&#8220; und des &#8222;Technical Buddy&#8220; als Moderationspartner für komplexe Moderationssituationen.  <span class="Apple-converted-space"> </span><b></b></p>
<hr />
<h2>Fazit</h2>
<p>Die Idee für das Buch war, so der Autor, &#8222;das Chaos zu ordnen&#8220; und ein griffiges Praxishandbuch für professionelle Moderation zur Verfügung zu stellen. Wir finden, das ist gelungen. Das Buch hat das Zeug zum Standardwerk für Facilitation.</p>
<p><em><br />
moderatio books 2026</em></p>
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<hr />
<p style="text-align: left;"><strong>Quelle:</strong></p>
<p style="text-align: left;">Josef W. Seifert<br />
SixSteps Facilitation: Designs ∙ Methoden ∙ Settings für professionelle Moderation<br />
moderatio books, 2025 | ISBN: 978-3-00-084367-9</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e6.png" alt="🟦" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <a href="https://facilitation.com/blick-ins-buch/" target="_blank" rel="noopener">Blick ins Buch</a></p>
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		<title>Durch Haltung Halt geben</title>
		<link>https://moderation.com/durch-haltung-halt-geben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 08:39:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Facilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Facilitator]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jedes Tun geschieht aus einer (unbewussten) Haltung heraus, aus einer tiefen Überzeugung, wie etwas richtig und zu tun ist. Auch jedem „Facilitating“, jedem Moderieren liegt eine Haltung zugrunde aus der heraus der Facilitator agiert. Um als Facilitator hilfreich sein zu können bedarf es einer spezifischen Haltung die es einzunehmen gilt, um wirksam „Begleitung für Hilfe [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Tun geschieht aus einer (unbewussten) Haltung heraus, aus einer tiefen Überzeugung, wie etwas richtig und zu tun ist. Auch jedem „Facilitating“, jedem Moderieren liegt eine Haltung zugrunde aus der heraus der Facilitator agiert. Um als Facilitator hilfreich sein zu können bedarf es einer spezifischen Haltung die es einzunehmen gilt, um wirksam „Begleitung für Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten zu können.</p>
<h2 class="wp-block-heading"><span style="color: #ff0000;">Die richtige Haltung</span></h2>
<p>Gefragt ist eine „fragende Haltung“ nicht eine wissende, nicht der Fachberater, der mit Expertenwissen glänzt und sagt was zu tun ist, sondern der Prozessberater, der wissbegierig die vorhandenen Erfahrungen, Wünsche und Zielvorstellungen herausarbeitet und den Menschen hilft, ihre eigenen Antworten zu finden. Man könnte auch sagen: Der Fachberater macht sich das vorliegende Problem, die anstehende Aufgabe zu eigen und löst diese für den Auftraggeber. Bei Facilitation wechselt das Problem den Besitzer nicht!</p>
<p>Die geforderte „fragende Haltung“ verlangt von Facilitatoren ein gerüttelt Maß an Explorations-Kompetenz, welche ihrerseits die Fähigkeit voraussetzt, sich in die zu bearbeitende Thematik hineindenken zu können. Der Pferdefuß an der Sache: Je versierter jemand auf dem jeweiligen Gebiet ist, desto schwerer fällt inhaltliche Abstinenz. Facilitatorische Haltung verlangt daher Zurückhaltung, ja Bescheidenheit und die Akzeptanz des zentralen Gedankens des Konstruktivismus, der da lautet: „Es könnte alles auch ganz anders sein.“, was insbesonders für soziale Bezüge gilt.</p>
<p>Je weniger es jemandem möglich ist, diese Überzeugung zu teilen, desto weniger wird es ihm gelingen, die entsprechende Haltung einzunehmen die allein facilitatorisches Wirken möglich macht. Man kann und muss die skizzierte Haltung für Moderation / Facilitation ganz bewusst einnehmen. Man kann auch so tun als ob, also „so tun, als ob“ man der Überzeugung wäre, dass die Meinung des Facilitators zur jeweiligen Sache irrelevant, ja kontraproduktiv ist. Das wird aber nur für kurze Zeit gelingen. Vielmehr wird Facilitation unglaubwürdig, wenn das passiert, was in der Ralph Waldo Emerson zugeschriebenen Aussage anklingt: „Ich kann Deine Wort nicht hören, Deine Taten sind so laut!“.</p>
<p>Facilitator Qualifizerung ist daher immer auch ein Stück Persönlichkeitsentwicklung mit dem Ziel die erforderliche „facilitatorische Haltung“ einzunehmen und zu leben.</p>
<h2 class="wp-block-heading"><span style="color: #ff0000;">Durch Haltung Halt geben</span></h2>
<p>Es ist ein Essential menschlichen Seins, Struktur zu haben, sie ist eine Voraussetzung dafür, dass wir uns überhaupt orientieren, handeln und uns in der Welt sicher fühlen können. Für Facilitation könnte man sagen: Der Mensch braucht Struktur wie ein Musiker ein Taktmaß braucht. Ohne Takt wird Musik chaotisch, aber zu starres Metrum erstickt Ausdruck und Lebendigkeit. Ähnlich brauchen Menschen genug Struktur, um Halt zu haben, und genug Offenheit, um sich in einen gemeinsamen Prozess einlassen zu können.</p>
<p>Die inhaltliche Zurückhaltung des Facilitators fordert und fördert die Selbstorganisation und Selbsverantwortung der zu belgeitenden Gruppe. Begleitung ist aber nicht das Gegenteil von Leitung. Das Gegenteil von Leitung ist Laissez-faire. Begleitung impliziert eine unterstützende, beziehungsorientierte Haltung, die darauf abzielt, eine Person oder Gruppe in einem Prozess zu unterstützen, ohne deren Eigenverantwortung zu ersetzen. Facilitation bedeutet, einen geschützten Raum zu schaffen in dem Selbtorganisation und Selbstverantwortung entstehen kann. Dieser geschützte Raum entsteht einerseits durch die skizzierte Grundhaltung und andererseits durch eine Struktur, die Halt gibt. Selbstorganisation braucht einen Rahmen, braucht Struktur, braucht Halt sonst droht Orientierungslosigkeit, Chaos und Konflikt. Facilitatoren dürfen die Prozessverantwortung nicht an die Gruppe delegieren. Professionelle facilitatorische Haltung beinhaltet die Einsicht in die Notwendigkeit durch Struktur Halt zu geben.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2b1c.png" alt="⬜" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Das Seminar zum Thema: <a href="https://moderation.com/produkt/selbstreflexion/">Moderation braucht Haltung</a></p>
<p>© <a href="https://facilitation.com/facilitation-die-haltung-macht-den-unterschied/" target="_blank" rel="noopener">facilitation.com</a> 2026</p>
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