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	<title>Facilitator Archive - MODERATIO</title>
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	<description>Moderation und Moderationstraining</description>
	<lastBuildDate>Thu, 07 May 2026 18:32:48 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Durch Haltung Halt geben</title>
		<link>https://moderation.com/durch-haltung-halt-geben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 08:39:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Facilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Facilitator]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jedes Tun geschieht aus einer (unbewussten) Haltung heraus, aus einer tiefen Überzeugung, wie etwas richtig und zu tun ist. Auch jedem „Facilitating“, jedem Moderieren liegt eine Haltung zugrunde aus der heraus der Facilitator agiert. Um als Facilitator hilfreich sein zu können bedarf es einer spezifischen Haltung die es einzunehmen gilt, um wirksam „Begleitung für Hilfe [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Tun geschieht aus einer (unbewussten) Haltung heraus, aus einer tiefen Überzeugung, wie etwas richtig und zu tun ist. Auch jedem „Facilitating“, jedem Moderieren liegt eine Haltung zugrunde aus der heraus der Facilitator agiert. Um als Facilitator hilfreich sein zu können bedarf es einer spezifischen Haltung die es einzunehmen gilt, um wirksam „Begleitung für Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten zu können.</p>
<h2 class="wp-block-heading"><span style="color: #ff0000;">Die richtige Haltung</span></h2>
<p>Gefragt ist eine „fragende Haltung“ nicht eine wissende, nicht der Fachberater, der mit Expertenwissen glänzt und sagt was zu tun ist, sondern der Prozessberater, der wissbegierig die vorhandenen Erfahrungen, Wünsche und Zielvorstellungen herausarbeitet und den Menschen hilft, ihre eigenen Antworten zu finden. Man könnte auch sagen: Der Fachberater macht sich das vorliegende Problem, die anstehende Aufgabe zu eigen und löst diese für den Auftraggeber. Bei Facilitation wechselt das Problem den Besitzer nicht!</p>
<p>Die geforderte „fragende Haltung“ verlangt von Facilitatoren ein gerüttelt Maß an Explorations-Kompetenz, welche ihrerseits die Fähigkeit voraussetzt, sich in die zu bearbeitende Thematik hineindenken zu können. Der Pferdefuß an der Sache: Je versierter jemand auf dem jeweiligen Gebiet ist, desto schwerer fällt inhaltliche Abstinenz. Facilitatorische Haltung verlangt daher Zurückhaltung, ja Bescheidenheit und die Akzeptanz des zentralen Gedankens des Konstruktivismus, der da lautet: „Es könnte alles auch ganz anders sein.“, was insbesonders für soziale Bezüge gilt.</p>
<p>Je weniger es jemandem möglich ist, diese Überzeugung zu teilen, desto weniger wird es ihm gelingen, die entsprechende Haltung einzunehmen die allein facilitatorisches Wirken möglich macht. Man kann und muss die skizzierte Haltung für Moderation / Facilitation ganz bewusst einnehmen. Man kann auch so tun als ob, also „so tun, als ob“ man der Überzeugung wäre, dass die Meinung des Facilitators zur jeweiligen Sache irrelevant, ja kontraproduktiv ist. Das wird aber nur für kurze Zeit gelingen. Vielmehr wird Facilitation unglaubwürdig, wenn das passiert, was in der Ralph Waldo Emerson zugeschriebenen Aussage anklingt: „Ich kann Deine Wort nicht hören, Deine Taten sind so laut!“.</p>
<p>Facilitator Qualifizerung ist daher immer auch ein Stück Persönlichkeitsentwicklung mit dem Ziel die erforderliche „facilitatorische Haltung“ einzunehmen und zu leben.</p>
<h2 class="wp-block-heading"><span style="color: #ff0000;">Durch Haltung Halt geben</span></h2>
<p>Es ist ein Essential menschlichen Seins, Struktur zu haben, sie ist eine Voraussetzung dafür, dass wir uns überhaupt orientieren, handeln und uns in der Welt sicher fühlen können. Für Facilitation könnte man sagen: Der Mensch braucht Struktur wie ein Musiker ein Taktmaß braucht. Ohne Takt wird Musik chaotisch, aber zu starres Metrum erstickt Ausdruck und Lebendigkeit. Ähnlich brauchen Menschen genug Struktur, um Halt zu haben, und genug Offenheit, um sich in einen gemeinsamen Prozess einlassen zu können.</p>
<p>Die inhaltliche Zurückhaltung des Facilitators fordert und fördert die Selbstorganisation und Selbsverantwortung der zu belgeitenden Gruppe. Begleitung ist aber nicht das Gegenteil von Leitung. Das Gegenteil von Leitung ist Laissez-faire. Begleitung impliziert eine unterstützende, beziehungsorientierte Haltung, die darauf abzielt, eine Person oder Gruppe in einem Prozess zu unterstützen, ohne deren Eigenverantwortung zu ersetzen. Facilitation bedeutet, einen geschützten Raum zu schaffen in dem Selbtorganisation und Selbstverantwortung entstehen kann. Dieser geschützte Raum entsteht einerseits durch die skizzierte Grundhaltung und andererseits durch eine Struktur, die Halt gibt. Selbstorganisation braucht einen Rahmen, braucht Struktur, braucht Halt sonst droht Orientierungslosigkeit, Chaos und Konflikt. Facilitatoren dürfen die Prozessverantwortung nicht an die Gruppe delegieren. Professionelle facilitatorische Haltung beinhaltet die Einsicht in die Notwendigkeit durch Struktur Halt zu geben.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2b1c.png" alt="⬜" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Das Seminar zum Thema: <a href="https://moderation.com/produkt/selbstreflexion/">Moderation braucht Haltung</a></p>
<p>© <a href="https://facilitation.com/facilitation-die-haltung-macht-den-unterschied/">facilitation.com</a> 2026</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://moderation.com/durch-haltung-halt-geben/">Durch Haltung Halt geben</a> erschien zuerst auf <a href="https://moderation.com">MODERATIO</a>.</p>
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		<item>
		<title>SixSteps Facilitation: Eine kurze Rezension</title>
		<link>https://moderation.com/sixsteps-facilitation-eine-kurze-rezension/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2026 18:03:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Facilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Facilitator]]></category>
		<category><![CDATA[Standardwerk]]></category>
		<category><![CDATA[business facilitator]]></category>
		<category><![CDATA[Facilitation Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Facilitator Curriculum]]></category>
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		<category><![CDATA[Moderationsbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Seifert]]></category>
		<category><![CDATA[sixsteps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;SixStepsFacilitation – Designs, Methoden, Settings für professionelle Moderation&#8220;  ●  Das neue Buch von Josef W. Seifert – Workshops und Großgruppen moderieren  Josef W. Seifert klärt, in seinem neuen Buch das Missverständnis, dass Moderation und Facilitation unterschiedliche Disziplinen von Prozessberatung seien und ordnet in einem &#8222;Kern-Schalen-Modell der Moderation&#8220; das Thema Moderation/Facilitation, von der Haltung des Moderators, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>&#8222;SixStepsFacilitation – Designs, Methoden, Settings für professionelle Moderation&#8220;  ●  Das neue Buch von Josef W. Seifert – Workshops und Großgruppen moderieren </strong></em></p>
<hr />
<p>Josef W. Seifert klärt, in seinem neuen Buch das Missverständnis, dass Moderation und Facilitation unterschiedliche Disziplinen von Prozessberatung seien und ordnet in einem &#8222;Kern-Schalen-Modell der Moderation&#8220; das Thema Moderation/Facilitation, von der Haltung des Moderators, über praxisbewährte ModerationsDesigns, (die er in den bekannten SixSteps-Moderationszyklus einordnet) über klassische Moderations- und Kommunikationsmethoden, bis hin zu den möglichen Settings der Moderation und stellt so – ein weiteres Mal – ein griffiges Praxishandbuch für professionelle Moderation zur Verfügung.</p>
<hr />
<h2><strong>Die Inhalte im Überblick </strong></h2>
<p>Das Buch gliedert sich – nach einigen Gedankensplittern zur Rolle der &#8222;KI in der Moderation&#8220; und der Einordnung der Begriffe &#8222;Moderation&#8220; und &#8222;Facilitation&#8220; – in die Hauptkapitel: &#8222;Kern&#8220;, &#8222;SixSteps&#8220;, &#8222;Designs&#8220;, &#8222;Methoden&#8220;, &#8222;Techniken&#8220; und &#8222;Settings&#8220;, die Seifert in einem von ihm entwickelten &#8222;<em>Kern-Schalen-Modell der Moderation</em>&#8220; zusammenfasst.</p>
<h3><strong>Begriffsklärung</strong></h3>
<p>Für den Autor ist &#8222;Facilitation&#8220; lediglich der englische Begriff für den deutschen Begriff &#8222;Moderation&#8220;. Moderation oder Facilitation, Moderatorin oder Facilitator, welchen Begriffen im Einzelfall der Vorzug gegeben wird, hat weniger mit der Wortbedeutung zu tun als vielmehr – über den Aspekt der „Geschmacksache“ hinaus – mit Überlegungen zur Anschlussfähigkeit an die jeweilige Organisationskultur. Es macht durchaus Sinn, die Begriffe zu wählen, die die Akzeptanz für die zu erbringende Beratungsleistung fördern.</p>
<h3>Der Kern</h3>
<p>Seifert postuliert <em>Kooperation</em> als Basis erfolgreicher Moderation, die es in der Rolle des Moderators oder Facilitators zu fordern und zu fördern gilt.</p>
<p>Moderation/Facilitation fußt, nach Seifert, im Kern auf der Überzeugung, dass förderliches Miteinander nur durch Kooperation möglich ist. Dies schließt gesunde Konkurrenz, den Wettstreit um den richtigen Weg, die passende Strategie, die beste Lösung für ein Problem, mit ein. Nicht gewollt und nicht förderlich ist ein Wettbewerb der Eitelkeiten der jede Chance auf ein konstruktives Kommunikations- und Kooperationsklima torpediert. Ein &#8222;Ich bin schlauer, größer, schöner, besser&#8230;&#8220; nimmt anderen &#8222;die Luft zum Atmen&#8220; und der Moderation die positive Energie. Destruktive Konkurrenz gilt es daher &#8222;abzufedern&#8220;. Das Buch enthält im Kapitel &#8222;Kommunikationstechniken&#8220; geeignete Vorgehensweisen, das Kommunikationsklima – oder wie Josef W. Seifert es nennt, das &#8222;Kommunikationsmilieu&#8220; – positiv zu gestalten und zu &#8222;managen&#8220;.</p>
<h3>SixSteps</h3>
<p>Die Inhalte des Buches ranken sich um den, von Josef Seifert bereits 1989 veröffentlichten, &#8222;<em><strong>Moderationszyklus</strong></em>&#8220; mit seinen sechs Schritten einer Moderation. Dieses Prozess-Modell dient unter der Bezeichnung &#8222;SixSteps&#8220; als Meta-Strukturmodell, um bekannte und bewährte Moderationsansätze zu ordnen. SixSteps ist dabei einerseits der Organisationsrahmen für moderierte Veranstaltungen, Meetings, Workshops, Großgruppen allgemein und andererseits einer der skizzierten Ansätze.</p>
<h3><strong>ModerationsDesigns</strong></h3>
<p>Wer Meetings, Workshops, Großgruppen moderieren will oder muss, sieht sich einer Vielzahl an Verfahrensvorschlägen, Moderationsmethoden, Kommunikationstechniken für unterschiedliche Settings gegenüber. Einen Überblick zu bekommen ist nicht trivial: Josef Seifert skizziert kurz und prägnant – neben den erwähnten &#8222;SixSteps&#8220; – 10 weitere Ansätze von A bis Z, diese sind: Appreciative Inquiry, BarCamp, Dynamic Facilitation, Feedforward, Konfliktmoderation, Open Space, RTSC, <span class="Apple-converted-space"> </span>SixSteps, World Café, Zukunftskonferenz, Zukunftswerkstatt. Wie &#8222;tickt&#8220; der jeweilige Ansatz? Worum geht&#8217;s im Kern? &#8230;könnten Fragen sein, die man sich stellt, wenn man gefordert ist zu Moderieren oder Moderieren zu lernen. Das Buch gibt Antwort.</p>
<h3><strong>Moderationsmethoden</strong></h3>
<p>Hier stellt Seifert die Klassiker der Moderationsmethodik vor, die er schon in seinem Longseller &#8222;<em><strong>Visualisieren, Präsentieren, Moderieren</strong></em>&#8220; skizziert hat und ergänzt diese um einige praxisbewährte Vorgehensweisen, wie etwa den <em>Morphologischen Kasten</em> und erweitert das bekannte <em>Systemische Konsensieren</em> zum <em>Positiven Konsensieren</em>. Jede Methode ist (wieder) kurz und knapp beschrieben und ein Beispiel dazu visualisiert.</p>
<h3><strong>Kommunikationstechniken</strong></h3>
<p>Ausgehend von den Ebenen der Kommunikation, werden das Fragen und das Zuhören als zentrale Kommunikationstechniken der Moderation besprochen. Seifert erläutert, warum die Frage &#8222;Warum?&#8220; in der Moderation ein absolutes No-Go ist und – und darauf kommt es dem Praktiker vor allem an – wie man besser fragt. Das Kapitel endet mit praktischen Vorschlägen zum Trouble Shooting.</p>
<h3>Settings</h3>
<p>Präsenz, Online oder Hybrid: Das Buch skizziert zentrale Fragen, die man sich für die Vorbereitung einer Moderation nach diesen Settings unbedingt stellen sollte und gibt Hinweise, worauf man bei der Moderation (insbesondere) achten kann. Der Autor erläutert kurz die Rolle des &#8222;Remote Buddy&#8220; und des &#8222;Technical Buddy&#8220; als Moderationspartner für komplexe Moderationssituationen.  <span class="Apple-converted-space"> </span><b></b></p>
<hr />
<h2>Fazit</h2>
<p>Die Idee für das Buch war, so der Autor, &#8222;das Chaos zu ordnen&#8220; und ein griffiges Praxishandbuch für professionelle Moderation zur Verfügung zu stellen. Wir finden, das ist gelungen. Das Buch hat das Zeug zum Standardwerk für Facilitation.</p>
<p><em><br />
moderatio books 2026</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p style="text-align: left;"><strong>Quelle:</strong></p>
<p style="text-align: left;">Josef W. Seifert<br />
SixSteps Facilitation: Designs ∙ Methoden ∙ Settings für professionelle Moderation<br />
moderatio books, 2025 | ISBN: 978-3-00-084367-9</p>
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<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e6.png" alt="🟦" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <a href="http://facilitation.com/leserstimmen/">Leserstimmen </a></p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f7e6.png" alt="🟦" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <a href="https://facilitation.com/bezugsquellen/">Bestelloptionen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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